Studie

Xing-Umfrage: Weiterbildung scheitert oft an Zeit und Geld

2. März 2023
Die wichtigsten Ergebnisse der „Xing Learning & Skills Studie 2023" – von den Hamburg News zusammengefasst

Einen Lehrgang oder Meisterkurs absolvieren, eine Sprache auffrischen, einen Schulabschluss nachholen – Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es in Deutschland viele, sie zu realisieren scheint jedoch nicht so leicht zu sein. Eine Umfrage des Job-Netzwerks Xing und des Hamburger Marktforschungsinstituts Appinio zum internationalen Digital Learning Day im Februar hat nun ergeben: Fast die Hälfte der Befragten (48 %) wünscht sich mehr Weiterbildung im Job, hat dafür aber weder genug Zeit noch Geld. Die Hamburg News fassen die weiteren Ergebnisse zusammen.

Weiterbildung als persönliche Entwicklung und Aussicht auf mehr Gehalt

Unisono waren sich fast alle Befragten (94 %) der „Xing Learning & Skills Studie 2023“ einig: Sich weiterzubilden wirkt sich positiv auf die persönliche Entwicklung aus, weil man neue Fähigkeiten erlernt (53 %). Während es den Frauen hier jedoch mehr um die persönliche Entwicklung (58 %) geht, lockt die Männer die Aussicht auf mehr Gehalt (40 %). Beliebte Weiterbildungen sind Sprachen (39 %) sowie Führungs- und Management-Skills (35 %), wobei sich auch hier wieder geschlechterspezifische Präferenzen zeigen. Frauen erweitern ihre Fähigkeiten gerne bei Sprachen (41 %) und Softskills (35 %), Männer hingegen wollen sich mehr Führungs- und Management-Skills (38 %) sowie technisches Wissen (44 %) verschaffen.

Hindernisse für Weiterbildung identifiziert

„Bildungszeit ist eine Investition in die eigene Entwicklung. Gerade in Zeiten scheinbar unbegrenzter Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt ist es wichtig, sich über die eigenen Ziele klarzuwerden und die persönliche Weiterbildung daran auszurichten“, sagt Dr. Julian Stahl, Arbeitsmarktexperte bei Xing, einem Tochterunternehmen de New Work SE. Allerdings: Fast der Hälfte der Befragten fehlen die finanziellen Mittel (42 %), etwa einem Drittel die Zeit dafür. Bei den Männern überwiegt der Zeitmangel (38 %), bei den Frauen die finanzielle Situation (47 %). Ein Viertel der Befragten gab zudem an, sich gar nicht weiterzubilden. Und trotz der Möglichkeit in vielen Bundesländern unbezahlten Bildungsurlaub von bis zu zehn Tagen in Anspruch zu nehmen, hat drei Viertel davon noch nie Gebrauch gemacht. Dabei gab mehr als die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer:innen (56 %) an, dass ihr aktueller Arbeitgeber Weiterbildung fördert.

Xing Learning & Skills Studie: Unternehmen sind gefordert, in die Förderung ihrer Mitarbeiter:innen zu investieren

„Die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit beim Thema Weiterbildung kann sich ein Land wie Deutschland in Zeiten fortschreitenden Fachkräftemangels nicht weiter leisten. Jetzt sind die Unternehmen gefordert, massiv in die Förderung ihrer Mitarbeiter:innen zu investieren, um im Kampf um Talente wettbewerbsfähig zu bleiben und Beschäftigte auch langfristig ans eigene Unternehmen zu binden“, resümiert Stahl die Ergebnisse der „Xing Learning & Skills Studie 2023". Im Rahmen einer repräsentativen Online-Umfrage befragte Appinio im Februar insgesamt 1.000 Berufstätige in Voll- oder Teilzeit, Personen in Umschulung und vorübergehend Arbeitslose sowie Arbeitssuchende im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, mit Wohnsitz in Deutschland.
mm/sb

Quellen und weitere Informationen

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