Corona-Schutzschirm bleibt: 46 Millionen Euro als „Innovationsbooster“

Aufstockung und Verlängerung der Hamburger Corona-Hilfen für die Wirtschaft. So will Hamburg Innovationen für den Neustart stärken
02. Dezember 2021
Luftaufnahme Hamburg

Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Corona-Lage hat der Hamburger Senat am 30. November 2021 beschlossen, den Hamburger Corona Schutzschirm weiter aufgespannt zu lassen: „Wir geben gegenüber den Corona-betroffenen Unternehmen ein klares Versprechen ab: Unser Hamburger Corona-Schutzschirm bleibt aufgespannt, solange es notwendig ist“, erklärte Finanzsenator Dr. Andreas Dressel während der Pressekonferenz. Dementsprechend sollen die wesentlichen Hilfen (Überbrückungshilfe und Neustarthilfe) bis Ende des 1. Quartals 2022, teilweise auch bis Jahresende 2022 verlängert werden. Darüber hinaus wolle der Senat nun verstärkt auf mehrere innovationsfördernde Maßnahmen setzen, und nimmt hierfür in 2021/22 insgesamt rund 46,5 Millionen Euro in die Hand, um den Neustart der Hamburger Wirtschaft gezielt zu fördern.

Hamburger Corona-Schutzschirm: mit Innovationen wettbewerbsfähig bleiben

„Innovationspolitik ist Konjunktur- und Wachstumspolitik, die zur Erholung der Hamburger Wirtschaft nach der Coronakrise beiträgt“, betont Wirtschaftssenator Michael Westhagemann. Nur durch Innovationen könne eine Region wettbewerbsfähig bleiben und sich selbst zum Wohle der Gesellschaft weiterentwickeln. „Darum zünden wir jetzt einen Innovationsbooster“, so Westhagemann weiter. Ein Baustein hierfür sei die Aufstockung des IFB-Innovationsfonds.

Ausgangspunkt der Innovationsförderung des Senats ist die neue Regionale Innovationsstrategie (RIS). Kern der RIS ist die Vision „Mit Innovationen gemeinsam für eine lebenswerte Stadt“. Dabei fokussiert sich Hamburg fokussiert in seiner Innovationsstrategie auf fünf Zukunftsthemen – Gesundheit, Klima und Energie, Mobilität, Data Science und Digitalisierung, Materialwissenschaften und Neue Materialien.

Hamburger Neustartfonds City & Zentren wird aufgestockt

Auch der stationäre Einzelhandel und die Gastronomie wurden schwer getroffen. Umsatzeinbußen und zum Teil komplette Geschäftsaufgaben waren die Folge. Der bereits seit Juni 2021 laufende Hamburger Neustartfonds City & Zentren (HmbNFCZ) soll Interessengemeinschaften in der Hamburger City und den Stadtteilzentren finanziell unterstützen, indem er attraktivitätssteigernde Events und Aktivitäten ermöglicht. Der Neustartfonds (bisher in Höhe von 1,1 Millionen Euro) soll nun für 2021/22 um zusätzliche 500.000 Euro aufgestockt werden. Seit Förderbeginn wurden bereits 34 Anträge bewilligt, mit einer Fördersumme von insgesamt mehr als 610.000 Euro – für Marketingaktionen, Eröffnungsfeiern, Beleuchtungen etc. (Stand 26. November 2021).

„Unsere Förderbank IFB steht bereit, die bis Ende des 1. Quartals 2022 verlängerte Überbrückungshilfe und Neustarthilfe an alle, die weiter oder wieder Hilfe brauchen, schnellstmöglich auszuzahlen“, so Dressel. Auch die ergänzenden Landeshilfen – von Miet- über Gebührenhilfen bis zu Kreditprogrammen – würden weiter zur Verfügung stehen, und sollen bedarfsgerecht verlängert werden. „Besonders der attraktive Digitalbonus und der besonders nachgefragte Corona Recovery Fonds können nicht nur helfen, sondern auch einen Schub für den Weg aus der Krise geben – die nun leider in die Verlängerung geht. Hamburg ist finanziell gerüstet, die wirtschaftlichen Folgen dieser neuen Corona-Welle zu bewältigen“, unterstrich Dressel.

Knapp 10 Milliarden Euro an Corona-Hilfen in Hamburg gewährt

Um akute Liquiditätsengpässe und Insolvenzen von Unternehmen zu verhindern, habe Hamburg seit Beginn der Corona-Pandemie bereits knapp 10 Milliarden Euro an Corona-Hilfen (einschließlich der steuerlichen Hilfen) gewährt. Anträge sind bei den jeweils zuständigen Bezirksämtern bzw. deren Wirtschaftsförderungen einzureichen, die dann über die Anträge entscheiden. Der Neustartfonds wird auch weiterhin von der Finanzbehörde und der Behörde für Wirtschaft und Innovation bei der Umsetzung administrativ und kommunikativ begleitet. Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen wird nach wie vor mit eingebunden, um eine gute Verknüpfung zur Umsetzung des Innenstadtkonzeptes 2020 zu gewährleisten.
sb/kk

IFB Hamburg

Als Förderbank der Stadt Hamburg unterstützt die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) die Wohnraum- und Wirtschaftsentwicklung sowie den Umweltschutz und Innovationsvorhaben. Wenn es um das Thema Förderung geht, ist die IFB Hamburg die zentrale Anlaufstelle für Privatpersonen, Unternehmen sowie Institutionen in Hamburg – und berät zu allen Förderangeboten der Stadt Hamburg, des Bundes und der EU. Mehr Informationen: www.ifbhh.de