Titel Tourismus neu
HHT-PK bei google - © HHT @Jan-Rasmus Lippels

Hamburg Tourismus fördert Digitalisierung der Branche

Die HHT präsentierte die Pläne für die Zukunft des Tourismus. Nachhaltigkeit immer wichtiger, neue Regeln für Airbnb-Vermietung

Um die Zukunft des Tourismus in Hamburg ging es an diesem Mittwoch bei einem Pressegespräch der Hamburg Tourismus GmbH. Nicht zufällig fand die Veranstaltung in der Zukunftswerkstatt von google in Hamburg statt. Ob Flug, Hotel oder Mietwagen – heutzutage werden Urlaube, Reisen und Aktivitäten vor Ort am liebsten online gebucht. Reiseportale, Hotelbuchungsservices und viele weitere Akteure der Tourismuswelt profitieren nach Ansicht der HHT vom digitalen Wandel, der immer wieder neue Möglichkeiten mit sich bringe.

Unterstützung bei der Digitalisierung

Doch wie kann man diese als Tourismusmanager am besten nutzen? Die HHT will die Branche mit neuen Services daher künftig verstärkt bei der Digitalisierung unterstützen und setzt dabei unter anderem auf eine Kooperation mit dem amerikanischen Suchmaschinenanbieter Google. In der Zukunftswerkstatt des Unternehmens werden dazu in einem speziellen Programm mit dem Titel „Wir für dich“ zunächst innerhalb von drei Monaten bis zu 390 Teilnehmern Kurse und Seminare angeboten. „Wir wollen die Entwicklung einer offenen Grundhaltung und Sensibilisierung in der Branche für Chancen des digitalen Wandels erreichen“, so Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH.

Nachhaltiges Wachstum

Andreas Rieckhof, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der FHH und Aufsichtsratsvorsitzender der HHT sprach unter anderem über die zunehmende Internationalisierung Hamburgs und die wachsende Wertschöpfung der Branche in der Hansestadt, die rund 100.000 Arbeitsplätze in der Stadt sichere. Um den Wohlstand der Stadt zu erhalten, seien laut Rieckhof in Zukunft vor allem spezialisierte Fachkräfte im Tourismus notwendig und die digitale Bildung unerlässlich. „Unser Ziel ist es, Hamburg qualitätsorientiert und nachhaltig wachsen zu lassen. Eine Chance für dieses Wachstum liegt im digitalen Wandel“, so Tourismuschef Otremba. Eine stabil aufgestellte Branche bringe nicht nur eine Vielzahl von Vorteilen für Reisende. “Auch Hamburgs Bürger profitieren von einer florierenden Wirtschaft in der Hansestadt”, so Otremba weiter.

Hohe Lebensqualität erhalten

13,8 Millionen Übernachtungen wurden 2017 in der Hansestadt gezählt. Ein neuer Rekord, in diesem Jahr werden es demnach mehr als 14 Millionen sein und bis 2025 könnte die Zahl bis auf maximal 22 Millionen ansteigen. Ein “zuviel an Touristen” gebe es nicht, so Tourismuschef Otremba. Die HHT setzt darauf, die Touristenströme zu entzerren und Besucher verstärkt auch auch auf die Attraktivität anderer Bezirke wie Bergerdorf oder Harburg aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wolle man den Blick künftig stärker nach innen richten. Wichtig bei der Weiterentwicklung des Tourismus sei vor allem eine weiterhin hohe Lebensqualität und eine hohe Zustimmung der Bürger selbst.

Neue Regeln für die private Vermietung an Touristen

Ein weiteres Thema war die nach Auffassung der Hotellerie zunehmende Zweckentfremdung von privaten Wohnungen als Ferienwohnungen. In der Titelgeschichte des Branchenmagazins “Gastliebe” zum Thema Sharing Economy kritisierte Dehoga-Präsident Franz Klein: „Die Sharing Economy hat, sofern sie die entgeltliche Vermietung von privatem Wohnraus betrifft, einen äußerst negativen Einfluss auf die Tourismuswirtschaft. Sie verzerrt den Wettbewerb zulasten der Hotellerie, die aufwendigen Brandschutz-, Hygiene-, Sicherheites- und Meldebestimmungen unterliegt.”

Sie sei Ursache für vielfache Zweckentfremdeung knappen Wohnraums und entziehe sich der Zahlung von Steuern und Abgaben. “Allein in Hamburg gehen dadurch jährlich circa drei Milionen Euro an Kultur- und Tourismustaxe verloren”, so Klein weiter. Die Stadt wolle nun effektiver gegen die illegale Vermietung vorgehen. Entsprechende Regelungen solle es im kommenden Jahr geben, hieß es auf dem Pressegespräch am Mittwoch. So sollen Hamburger, die ihre Wohnungen über Plattformen wie Airbnb an Touristen untervermieten, sich offenbar künftig mit ihrem Angebot registrieren lassen.
sa/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg-tourismus.de
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