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Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft - © Yvonne Scheller

Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft

Zusammen mit Hamburger Hochschulen neue Produkte und Dienstleistungen spielerisch entwickeln oder den Umgang mit Disruption proben – Ein paar Beispiele

„Die Zukunft Hamburgs liegt in Forschung und Innovation sowie guter Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“, ist Katharina Fegebank, Hamburgs Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, überzeugt. So bieten die an Hochschulen generierten Erkenntnisse wertvolle Impulse für die Entwicklung neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen. Darüber hinaus kann akademisches Know-how auch eine wertvolle Hilfestellung im Umgang mit Digitalisierung und disruptivem Wandel geben.

NIT: „Digital Survival Training“

Buzzwords wie Internet der Dinge, lernende Maschinen oder künstliche Intelligenz werden beispielsweise am NIT (Northern Institute of Technology Management an der TU Hamburg) dechiffriert und in einem zweitägigen Workshop für Entscheider vom 14. bis 15. September 2018 unter dem Titel „Digital Survival Training“ in einen wirtschaftstauglichen Zusammenhang gebracht.

HSBA: Scrum oder Design Thinking im DI-Lab

Aber ist das Beherrschen digitaler Strategien wirklich bereits eine Frage des Überlebens? Für immer mehr Unternehmen schon, ist Dr. Uve Samuels überzeugt. „Die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens wird immer mehr zu einem wesentlichen Schlüssel, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, erklärt der Geschäftsführer der Hamburg School of Business Administration (HSBA). Aus diesem Grund eröffnete die Hochschule der Hamburger Wirtschaft 2016 das DI-Lab und bietet seitdem Mittelständlern die Möglichkeit, abseits vom Alltagsgeschäft mit eigenen Projektteams innovative Ideen voranzutreiben. Durch Kreativ- und Innovations-Methoden, wie Scrum oder Design Thinking, werden neue Ideen entwickelt, verworfen und neu gedacht bis sie das Stadium eines Prototyps erreicht haben, um dann in den jeweiligen Unternehmen realisiert zu werden.

HAW Hamburg: Im CSTI spielerisch die Zukunft entwickeln

Als Schnittstelle zwischen den Bereichen Forschung, Entwicklung und Wissenstransfer für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) versteht sich auch das Creative Space for Technical Innovations (CSTI) der HAW Hamburg. Die innovative Experimentierfläche für digitale Systeme der Zukunft soll zur Keimzelle für Kreativität und Innovationen werden, um Antworten auf Fragestellungen zu Themen wie Digitalisierung, Industrie 4.0 oder Smart Cities zu finden. Bei der Eröffnung 2017 betonte Staatsrat Andreas Rieckhof: „Experimentelle Labore wie der Creative Space sind wichtige Elemente, um auf spielerische Weise neue Ideen zu entwickeln, umzusetzen und im Bestfall sogar zur Marktreife zu führen.“

Digitales Rüstzeug im Studium etablieren

Auch in der Lehre hat sich die HAW Hamburg zum Ziel gesetzt, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten und einen hochschulweiten Begleitprozess zur curricularen Weiterentwicklung aller Studiengänge vor dem Hintergrund des digitalen Wandels initiiert. „Durch diese und ähnliche Maßnahmen kann sich die HAW Hamburg zielgerichteter auf rasant wandelnde Bedarfe ausrichten, der Frage nach Kompetenzen unserer Absolventinnen und Absolventen für den digitalen Arbeitsmarkt adäquat begegnen und ihnen das geeignete Rüstzeug mitgeben“, erklärt Professorin Olga Burkova, Vizepräsidentin für Digitalisierung an der HAW Hamburg.

3Dspace und virtuelles Schweißlabor

Seit Ende Mai stehen HAW-Studierenden zudem zwei neu eröffnete Hightech-Labore zur Verfügung. In einem virtuellen Schweißlabor kann das traditionelle Handwerk zeit- und ressourcensparend trainiert werden. (Virtuelle) Schweißnähte entstehen hier ganz ohne gesundheitsgefährdende Gase und Dämpfe, Lärm und Funkenflug. Im 3Dspace wiederum wird 3D-Druck-Technologie erlebbar – von der abstrakten Idee bis zum realen Prototyp. In Zukunft soll der 3Dspace auch interessierten Startups und Unternehmen zugänglich sein.
ys/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.nithh.de/digital-survival-training
www.hsba.de/di-lab
www.csti.haw-hamburg.de

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