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solutions.hamburg - © Torben Conrad Photography / Jan Nemecky / Jens Kaesemann

solutions.hamburg: Die Technik auf die Straße bringen

Auf der Konferenz ging es drei Tage lang um Technik-Trends und Use Cases. Welche strategischen Entscheidungen sollten Unternehmen jetzt treffen?

Die Zukunft war gestern, so schien es auf der bundesweit wohl größten branchenübergreifenden Digital-Konferenz von Mittwoch bis Freitag (12. bis 14. September) solutions.hamburg. Künstliche Intelligenz, Virtual Reality, Blockchain – viele technische Innovations-Technologien haben in Unternehmen die Anwendungsphase erreicht. Themen wie Urban Data, Conversational Commerce und natürlich sehr viel KI – insgesamt 500 Sprecher präsentierten in 400 Sessions vor rund 5.000 Teilnehmern ihre Lösungen für die digitale Zukunft. Und dennoch: “Viele sagen, die Technik ist da, aber wenn es darum geht, sie auf die Straße zu bringen, besteht großer Nachholbedarf”, so Dr. Lars Schwabe, Associate Director von Lufthansa Industry Solutions in seiner Keynote zum Thema “Künstliche Intelligenz in der Industrie”.

Praxisanwendungen und Learnings im Fokus

Mit Spannung wurden Berichte über Prototyping, Anwendungen und failure Stories verfolgt. Um Strategy, Collaboration und Technology ging es an den drei Tagen. Dass die digitale Transformation keine Veranstaltung für Einzelkämpfer ist, war deutlich spürbar; vielen war Austausch und Networking im Foyer mindestens ebenso wichtig wie die Vorträge und Präsentationen in den Hallen. Eine der diskutierten Fragen: “Was kommt eigentlich nach der Digitalisierung?”

“Daten sind der Rohstoff für Artificial Intelligence, die müssen hochwertig sein, so Dr. Lars Schwabe. Insbesondere habe derzeit das Interesse am Thema Deep Learning zugenommen. Während AI die Kerndisziplin der Computer Science sei, ist ML – Machine Learning – ein Teil von AI und DL, Deep Learning, eine spezifische Form von ML. “Im Kern ganz einfach”, so Schwabe und erläuterte einige Beispiele aus der Praxis.

3D-Druck-Netzwerk in Hamburg

“Digitalisierung ist Teamsport”, so das Motto der Konferenz und auch die rund 270 Mitglieder des 3D-Druck-Netzwerks in Hamburg sind Teamplayer und setzen drauf, das Netzwerk gemeinsam weiterzuentwickeln. “Das kann keiner allein, dazu ist das Thema zu komplex” so der Sprecher des Netzwerks Henning Fehrmann. “Wir müssen die 3D-Druck-Technologie so verankern, dass es im Norden die Zukunftsindustrie schlechthin ist”, so Fehrmann weiter. Airbus, SLM Solutions, Fraunhofer IAPT und HAW Hamburg sind Mitglied im Netzwerk. “Wir wollen aber auch für kleine und Kleinstunternehmen Ansprechpartner sein, das ist uns sehr wichtig”, so Fehrmann.

Schöne neue Arbeitswelt

Agil und interaktiv arbeiten, das wollen inzwischen alle. Aber wie geht das ganz praktisch? Wer seine Mitarbeiter erst irgendwo abholen muss, hat bereits etwas falsch gemacht, sollte er doch möglichst mit ihnen gemeinsam planen und umsetzen. “Wir haben alle Hierarchien abgeschafft”, berichtet eine Unternehmensvertreterin. Allerdings würden nun 25 Prozent der Arbeitszeit für Strategie, Reflektion und Planung draufgehen – und zwar von allen Mitarbeitern. “Manche fragen schon, wenn sie denn mal wieder an ihrem Projekt arbeiten dürfen”, so die Managerin.
kk

Quellen und weitere Informationen:
www.solutions.hamburg

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