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Mann vor Computer-Bildschirmen - © Gorodenkoff/Fotolia

Neuer Hochleistungsrechner für die norddeutsche Forschung

Der Supercomputer soll unter anderem in der Klima- und Umweltforschung noch präzisere Ergebnisse ermöglichen

Die Verträge für das neue Rechnersystem HLRN-IV wurden nach europaweiter Ausschreibung mit der Firma Atos/Deutschland unterzeichnet. Die Investitionskosten von 30 Millionen Euro tragen je zur Hälfte der Bund und die beteiligten Länder. Auftraggeber und Betreiber des Supercomputers ist der Norddeutsche Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN). Neben Hamburg gehören dem Verbund auch Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an.

Einer der leistungsstärksten Rechner

Der neue Supercomputer wird im Endausbau sein Vorgängersystem um mehr als das sechsfache an Leistung übersteigen. Zum Vergleich: Um die Rechenleistung des neuen Supercomputers zu erreichen, müssten alle 7,5 Milliarden Erdbewohner vier Jahre lang 24 Stunden am Tag pro Minute eine Addition oder Multiplikation mit mehrstelligen Zahlen ausführen. Gleichzeitig könnte die gesamte Weltbevölkerung simultan ihren Lieblingssong streamen ohne die Grenzen des verfügbaren Datenspeichers zu überschreiten. Forscherinnen und Forscher von über 150 wissenschaftlichen Einrichtungen in Norddeutschland sollen von dem Rechner profitieren. In der Klima- und Umweltforschung, den Lebens-, Material und Ingenieurwissenschaften und in der Grundlagenforschung in Physik, Chemie und Mathematik können somit in Zukunft noch präzisere Berechnungen durchgeführt werden.

Internationale Anerkennung

„Die Nachfrage Hamburger Wissenschaftler nach den Ressourcen des norddeutschen Hochleistungsrechners steigt”, so Prof. Dr.-Ing. Rung von der Technischen Universität Hamburg und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Ausschusses des norddeutschen Hochleistungsrechnerverbunds. Durch die Nutzung von Supercomputern hätten zahlreiche Hamburger Forschungsprojekte bereits in der Vergangenheit nationale und internationale Anerkennung erworben. Zu den künftigen Einsatzbereichen zählen beispielsweise Untersuchungen der Universität Hamburg zum physikalischen Aufbau und den dynamischen Eigenschaften von Materie oder zur Entwicklung neuer Datenspeichermedien und nanotechnischer Materialien.
bkr/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de/bwfg

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