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Keine Angst vor Künstlicher Intelligenz © [m]Science „Spotlight: Künstliche Intelligenz“

Keine Angst vor Künstlicher Intelligenz

Studie belegt eine entspannte und positive Haltung der Deutschen gegenüber der Zukunftstechnologie. Teil 7 unserer KI-Serie

Bei Fieber oder Angstanfällen lieber mit einem virtuellen Bot chatten als einen realen Doktor Med konsultieren? Knapp jeder dritte Deutsche würde sich so entscheiden. Vielleicht noch nicht heute, doch in einem Zeitraum von fünf Jahren durchaus – so das Ergebnis von „Spotlight: Künstliche Intelligenz“, einem Online-Survey, durchgeführt von [m]Science als zentrale Forschungsunit des Werbemedienunternehmens GroupM. Mehr als 2.000 Erwachsene ab 16 Jahren wurden Ende 2018 zu ihren Erfahrungen, Wünschen und Hoffnungen rund um KI befragt. Lesen Sie Teil 7 unserer SERIE über Künstliche Intelligenz.

Selbstlernende Maschinen und Roboter

Das Ergebnis ist von Zuversicht und Optimismus geprägt. 38 % der Befragten beantworteten die Frage „Wie ist Ihre generelle Einstellung zur „Künstlichen Intelligenz“? mit „Sehr positiv bzw. positiv,“ während sich nur 16 % für „Sehr negativ bzw. negativ“ entschieden. Knapp die Hälfte blieb unentschieden: 46% wählten „Neutral“ als Antwort. Der Großteil der Befragten verbindet den Begriff KI mit autonom handelnden und lernenden Maschinen/Programmen und Robotern. Den größten Nutzen erhoffen sie sich von Erleichterungen im Alltag – etwa durch intelligente Putzroboter (46 Prozent), Smart Home Anwendungen (42 Prozent) oder selbstfahrende Autos (28 Prozent) sowie durch die Übernahme von ungeliebten Routineaufgaben (76 Prozent) oder körperlich anstrengenden Tätigkeiten (81 Prozent) im beruflichen Umfeld.

Innovative Forschung dank KI

Nach den Risiken befragt, stehen Kontrollverlust sowie Arbeitsplatzgefährdung im Fokus. Dabei sehen die Befragten vor allem Berufe in den Bereichen Produktion/Verarbeitung, Logistik/Transport und IT/Datenverarbeitung in Gefahr, während sie annehmen, dass die Felder Politik, Kunst/Unterhaltung und Rechtswesen auch weiterhin in Menschenhand bleiben. 64% der Befragten sind der Meinung, dass Forschung dank KI innovativer wird, Staus im Straßenverkehr reduziert (61 %) und Verbrechen schneller aufgeklärt werden (51 %). Andererseits befürchten 75 % der Befragten eine Abnahme von Privatsphäre, Kreativität (62 %) und Menschlichkeit (63 %).

Dein Freund, der Roboter

Für viele ist KI längst zu einem fast selbstverständlichen Teil ihres Alltags geworden – und wird es weiterhin sein. Das gilt besonders für die Bereiche Automobil, Unterhaltungselektronik, Telekommunikation und Medizin. 59 % der Befragten erwarten, dass Krankheiten mit Hilfe von KI besser diagnostiziert und somit geheilt werden können. Auch digitale Helfer werden positiv bewertet. Schon heute nutzt knapp jeder Fünfte (18 Prozent) Fitness- und Gesundheits-Tracker, in fünf Jahren werden es laut Umfrage 44 % sein. Dann werde uns KI so vertraut sein, dass 32 % der Befragten medizinische Beratung bei KI-gesteuerten Sprachassistenten suchen und immerhin 15 % lieber mit einem Bot, statt mit einem Psychotherapeuten sprechen. 14 % können sich gar eine Freundschaft mit den intelligenten Systemen vorstellen.
ys/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.campus.groupm.de

Lesen Sie auch die übrigen Teile unserer KI-Serie:
Teil 1: Künstliche Intelligenz: Revolution oder Hype?
Teil 2: jung diagnostics: Algorithmen zur MRT-Bildanalyse
Teil 3: Kollege Roboter – bald schon beliebtes Teammitglied?
Teil 4: Künstliche Intelligenz: Der mit dem Auto spricht
Teil 5: Humanoide Robotik: Schritt für Schritt zur Normalität
Teil 6: Wann erobern Roboterautos Hamburgs Straßen?

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