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Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises 2019 mit Laudatoren und Moderator Yared Dibaba © Andre Poling

Goldene Lola für die besten Kurzfilme

In der Elbphilharmonie wurde der Deutsche Kurzfilmpreis 2019 verliehen. Nominiert waren 12 Filme aus 247 Einreichungen

„Der Kurzfilm verlangt seinen geistigen Schöpfern geradezu einen Tunnelblick für das Wesentliche ab”, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters zur Verleihung des Kurzfilmpreises 2019 in der Elbphilharmonie Hamburg am Mittwochabend (20.11.2019). Nominiert waren insgesamt 12 Filme aus 247 Wettbewerbseinreichungen. Am Ende erhielten fünf Gewinner den mit jeweils 30.000 Euro dotierten Preis. Seit mehr als 50 Jahren verleiht der Bund die begehrte Auszeichnung in der Kurzfilmbranche. In Stellvertretung für Kulturstaatsministerin Grütters hatte der Amtschef der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Günter Winands, die Goldene Lola verliehen.

Kurzfilme in Fokus rücken

Ziel der Auszeichnung sei es, die eigenständige Kunstform von Kurzfilmen neben der Blockbuster-Konkurrenz sichtbarer zu machen. „Für den Kurzfilm und die Filmkunst insgesamt gelte: Sie ist avantgardistisch im besten Sinn, sie darf unbequem sein und sie gehört zum kritischen Korrektiv gesellschaftlicher Entwicklungen. “Auch deshalb deckt unsere Filmförderung die ganze Vielfalt filmischen Schaffens ab und gilt nicht nur den großen Produktionen“, so Grütters. Insgesamt wurden 275.000 Euro an Prämien vergeben und die Gewinner der Goldenen Lola qualifizieren sich für das Auswahlverfahren der Oscars.

Die Gewinner

Die Auszeichnung für den besten Spielfilm von mehr als 10 Minuten bis 30 Minuten Laufzeit ging an Hannes Schilling für den Film ‚Der Proband’. In dem Film geht es um einen Mann, der sich auf immer gefährlichere Tests in Kliniken einlässt, um Geld zu verdienen. In der Kategorie Spielfilm bis 10 Minuten konnte sich Jürgen Heimüller mit seinem Film ‚Die letzten fünf Minuten der Welt’ durchsetzen. In dem Film geht es um einen Konflikt zwischen fünf Personen, die kurz vor dem Weltuntergang zusammenkommen.

Im Dokumentarfilm bis 30 Minuten wurde Manuel Abramovich für ‚Blue Boy’ ausgezeichnet. In dem Film erzählen sieben rumänische Männer von ihrer Arbeit als Prostituierte. Der Film arbeitet mit vielen Nahaufnahmen, damit sich der Zuschauer in die Protagonisten reinversetzen kann. Außerdem wurden in der Kategorie Animationsfilm bis 30 Minuten Maria Teixeiras ‚Inside me’ und in der Kategorie Experimentalfilm bis 30 Minuten Clara Winter und Miguel Ferráez’ ‚Wir sprechen heute noch Deutsch’ mit der goldenen Lola prämiert.

Kurzfilme auf Tour

Das Preisgeld von 30.000 Euro sollen die Gewinner für die Herstellung, Projektentwicklung oder -vorbereitung eines neuen Films mit künstlerischer Qualität verwenden. Den Sonderpreis, der mit 20.000 Euro dotiert ist, erhielten Sarah Schreier, Stefan Gieren und Florian Kunert für den Film ‚Fortschritt im Tal der Ahnungslosen’. 
Im nächsten Jahr sollen alle nominierten und ausgezeichneten Filme auf der 
‚Kurz.Film.Tour – Der Deutsche Kurzfilmpreis. Im Kino deutschlandweit in kommunalen Kinos präsentiert werden.
js/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.deutscher-kurzfilmpreis.de
www.hannesschilling.com
www.nana-media.de
www.manuelabramovich.com
www.clarawinter.de
www.fortschritt-film.com
www.kurzfilmtournee.de

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