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3D-Druck © mebner1/Pixabay

Globales Netzwerk: Hamburg wird zur Fab-City

Offene Werkstätten für digitale Fertigung. Hansestadt schließt sich Bündnis als erste deutschsprachige Stadt an

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist dem globalen Fab-City-Netzwerk beigetreten – als erste Stadt im deutschsprachigen Raum. Unterstützt von Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, haben Hamburger Fab-Labs (offene Werkstätten), Enthusiasten digitaler Fabrikation und Forschende die Stadt Hamburg zu einer Fab(rication)-City erklärt. Ziel ist es, systematisch einen möglichst flächendeckenden und niedrigschwelligen Zugang zu Fab-Labs zu schaffen. Dazu gehören in Hamburg u. a. das OpenLab auf dem Campus der Helmut-Schmidt-Universität, das Social Impact Lab oder der Digital Hub Logistics.

Dabei handelt es sich um offene Werkstätten, in denen mit moderner Fertigungstechnologien, wie mit 3D-Druckern und CNC-Fräsen, nahezu alles hergestellt werden kann – vom Auto über das Smartphone bis zum Haus. Diese Produktionsmethode wird auch als digitale Fertigung bezeichnet, da die Fertigung nach am Computer erzeugten Produktionsplänen (Designs) richtet. So setzt sich die Fab City Global Initiative mit Ideen des urbanen Wandels zu lokal produktiven und global vernetzten Städten auseinander.

Digitale Fertigung in Hamburg ausbauen

Senator Westhagemann: „Nachdem Hamburg nun Teil des Netzwerkes ist, wird es von den Erfahrungen der anderen Städte profitieren und seine Kapazitäten zur digitalen Fertigung in qualitativer und quantitativer Hinsicht systematisch ausbauen können.“ Demnach seien die Chancen, die sich für Hamburg aus einer gezielten Förderung von Fab-Labs ergeben, vielfältig. So soll es durch die Verbreitung von Programmierkenntnissen, Robotik und Elektrotechnik für fertigende Unternehmen attraktiver werden, sich in der Elbmetropole anzusiedeln. Aus den Fab-Labs können aber auch direkt Prototypen entstehen, für deren Vermarktung Unternehmen gegründet werden. Außerdem sollen Möglichkeiten geschaffen werden, sich jenseits von Schul- und universitärer Bildung zu qualifizieren.

Mehr als 1.000 Fab-Labs weltweit

Der Austausch zwischen Fab-Labs, Makerspaces, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Open-Source-Hardware- und Software-Enthusiasten, Umweltverbänden, Repair-Cafés und städtischen Vertretern sowohl lokal als auch international zwischen den Städten soll für Synergieeffekte sorgen. Dem 2014 gegründeten Fab-City-Netzwerk haben sich bereits über 30 Städte angeschlossen, darunter Seoul, Paris und Boston. Nach Aussage der Initiative gibt es weltweit über 1.000 Fab-Labs, Tendenz steigend.
sb/kk

Quelle und weitere Informationen
www.hamburg.de
www.fab.city

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