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© Hamburg Invest

Business on board: Maritime Innovation Pitching Event

Zum Matchmaking auf eine niederländische Fregatte. Startups präsentierten innovative Geschäftsmodelle für die maritime Wirtschaft

Mehr als 120 interessierte Vertreter aus der maritimen Wirtschaft waren am Dienstagabend in die ungewöhnliche Location gekommen, um sich von den Geschäftsmodellen 15 internationaler Startups inspirieren zu lassen und um Netzwerke zu knüpfen. Geladen hatten die Hamburg Invest in Kooperation mit dem Branchenaccelerator PortXL sowie dem Netherlands Business Support Office zum Maritime Innovation Pitching Event. Der Ort: die HNLMS Van Amstel, eine Fregatte der niederländischen Marine, die an der Überseebrücke Hamburg vor Anker liegt.

Elevator Pitch

Im flotten 2-Minuten-Takt pitchten die Gründer zu Themen wie Blockchain, Emissions Reduction und Internet of Things. Die maritime Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen – umweltfreundliche Lösungen werden gesucht, die digitale Transformation muss bewältigt werden, zunehmender Kostendruck und global kaum steuerbare Einflüsse beschäftigen die Branche. Auf großes Interesse stießen daher die Lösungsansätze der Startups.

Teilnehmende Unternehmen aus Hamburg waren unter anderem HSBA/HHX.Blue und Maritime Data Systems. Aus den Niederlanden kamen unter anderem Bunker Connect, ECOncrete und Green Sea Guard. Hamburger Gründer präsentierten an diesem Abend zum Beispiel die Blockchain-Lösung Cobility.

PortXL – Branchenaccelerator aus Rotterdam

Gleich zu Beginnn präsentierte Mare Straetmans, Managing Director von PortXL sein Geschäftsmodell. Der World Port Accelerator mit Sitz in Rotterdam arbeitet mit führenden Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen auf der ganzen Welt zusammen. Ziel ist es, innovative Unternehmen in Häfen zu unterstützen. Dazu sichten er und sein Team Startups weltweit, um sie mit Unternehmen zusammenzubringen. “Wir wollen Startups in einem Zeitraum von 3 Monaten fördern. Dazu arbeiten wir mit einem intensiven Mentorenprogramm, das sich auf hafenbezogene Industrien konzentriert”, so Straetmans.

Die Gründer müssen dabei durch ein intensives Auswahlverfahren. Von 1.000 Startups jährlich kommen 200 in die nächste Runde und nur 10 davon werden schließlich aufgenommen. “Es muss passen. Wir vermitteln nur die erfolgreichen Startups”, so Straetmans. PortXL, das sich selbst als Startup bezeichnet, ist auf Internationalisierungskurs. Ein Standort in Hamburg sei zumindest nicht ausgeschlossen. Wenn genügend Unternehmen auf ihn zukommen und Bedarf signalisierten, dann vielleicht. Hamburg habe auf jeden Fall Potenzial.

Die SMM bildete den internationalen Rahmen

Die SMM, die Weltleitmesse für die maritime Wirtschaft (4.-7.9.), bildete Rahmen und Anlass des Events. “Die SMM und die internationalen Teilnehmer in Hamburg; dazu die Fregatte im Hafen – eine gute Gelegenheit, diese Veranstaltung aus der Taufe zu heben”, sagt Daniel Sonneveldt vom Netherlands Business Support Office in Hamburg. Die Idee zu dem Event sei dann gemeinsam mit der Hamburg Invest entstanden. Die Startup-Szene in Hamburg rund um das Thema maritime Wirtschaft und Logistik ist mit Vertretern wie NautilusLog, Chainstep oder Cargonexx schon sehr erfolgreich. Erst kürzlich zog der Digital Hub Logistics zum einjährigen Bestehen eine positive Bilanz und bezog neue Räume in der Speicherstadt.

Nicht nur der Deal war das Ziel

Nicht bekannt ist, ob und wieviele Deals an dem Abend bei Essen und Wein in stimmungsvollem Hafenambiente noch abgeschlossen wurden. Zum Abschluss durften alle Startups auf die Bühne. Das Ziel, mit dem Maritime Innovation Pitching Event eine Plattform zu schaffen für Begegnung und weiteren Austausch, sei auf jeden Fall erreicht worden. 2020 ist die SMM wieder in Hamburg – vielleicht auch wieder mit niederländischer Fregatte im Hafen.
kk

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg-messe.de
www.smm-hamburg.com
www.hamburg-invest.com
www.nbso-hamburg.de
www.portxl.org/portxl-startups/

Diese Startups waren dabei – einige Beispiele:

Bunker Connect

Die Bestellung von Bunkern (Treibstoff) ist eine zeitaufwendige Operation. Das Startup will mit seiner Lösung den Markt zugänglich und transparenter machen. “Wir bieten direkten Zugang zum Bunkermarkt, indem wir auf Wunsch des Käufers ein Live-Bietverfahren zwischen physischen Lieferanten starten. Bunker Connect eliminiert Transaktionskosten und bietet vollständige Informationen und Zugang für alle Marktteilnehmer.”

ECOncrete

Die ECOncrete®-Technologie bietet nachhaltige Lösungen für den Bau ökologisch aktiver Infrastrukturen in der Küsten- und Meeresumwelt sowie in anderen Stadtlandschaften. Die innovativen Betonprodukte sind darauf ausgelegt, den biologischen und ökologischen Wert der Küsten- und Meeresinfrastruktur zu verbessern.

Green Sea Guard

Green Sea Guard bietet ein System zur Überwachung der Abgasemissionen von Schiffen, zur Übertragung von Daten aus dem Auspuff des Schiffs und zum Senden an einen sicheren Server. Die Daten werden an autorisierte Hafenbehörden, Küstenwachen und Reeder übermittelt. Dies geschieht, indem ein Analysator an Bord eines Schiffes platziert wird.

Quelle und weitere Informationen:
www.portxl.org/portxl-startups

Startups aus Hamburg beim Speed-Dating für maritime Innovation

Die TUTECH organisiert als Hamburger Partner im Enterprise Europe Network ein Networking Event der SMM

Während größere Firmen viel Aufmerksamkeit an ihren Messeständen der SMM erhalten, ist es für kleine und mittelständische Unternehmen deutlich schwieriger, international Flagge zu zeigen und die richtigen Kontakte zu knüpfen. Eine gute Möglichkeit, unter der Vielzahl der Aussteller und Besucher der SMM potentielle Geschäfts- und Forschungspartner kennenzulernen, bietet die internationale Kooperationsbörse „MariMatch at SMM“ am 6. und 7. September. In 20minütigen Gesprächen können die Teilnehmer einen ersten Eindruck voneinander bekommen und sich über Möglichkeiten der Zusammenarbeit austauschen. Die Teilnahme ist für Aussteller und Besucher der SMM kostenfrei. Mehr als 300 Teilnehmer aus 40 Ländern haben sich vorab für MariMatch at SMM registriert. Darunter auch drei Startups aus Hamburg, die digitale Innovationen in den maritimen Sektor bringen möchten:

  • NautilusLog bringt mit der NautilusLog-App ein digitales Logbuch für die Schifffahrt auf den Markt.
  • ItsMyCargo entwickelt Online-Shop Systeme für Logistikunternehmen
  • CloseLink bietet eine Online-Plattform für marine Schmierstoffe.

Weitere Informationen:
www.smm-marimatch2018

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