Titel Luftfahrt
Offizielle Modellregion für Drohnen in Hamburg © Jan Brandes

So will Hamburg den urbanen Luftverkehr voranbringen

Weichen gestellt: Projekt WinDroVe zur wirtschaftlichen Nutzung von Drohnen geht in die zweite Runde. Urban Air Mobility Thema beim ITS-Weltkongress 2021

Die Freie und Hansestadt Hamburg will ihre Förderaktivitäten zur Entwicklung des urbanen Luftverkehrs und zivilen Einsatzmöglichkeiten von Drohnen erweitern. Hierfür soll das 2017 gestartete Netzwerk WinDroVe (Wirtschaftliche Nutzung von Drohnen in der Metropolregion) in die zweite Runde gehen: Wurden im ersten Schritt die Rahmenbedingungen für die kommerzielle Nutzung von sogenannten Unmanned Aerial Systems (UAS) analysiert und ausgestaltet, sollen nun mögliche Anwendungsszenarien erschlossen werden. Dafür wollen die Stadt Hamburg, der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie das ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung bis 2022 knapp 850.000 Euro zur Verfügung stellen. Bereits seit 2018 ist Hamburg eine von fünf deutschen EU-Modellregionen für Drohnen.

Neuer Wirtschaftszweig Urban Air Mobility

Das Programm ist im Cluster Hamburg Aviation angesiedelt und wurde vor zwei Jahren vom ZAL (Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung) initiiert. Michael Westhagemann, Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, führt aus: „Als Stadtstaat mit kurzen Wegen und engem Austausch zwischen Wirtschaft, Behörden und Politik ist Hamburg geradezu prädestiniert dafür, sich bei der Entwicklung eines innovativen neuen Wirtschaftszweigs wie Urban Air Mobility zu beteiligen.“ Dieser könne aber nur dann erfolgreich sein, wenn seine Vorteile letztlich einem breiten Teil der Bevölkerung zugutekommen, nicht nur einzelnen Akteuren. „Hierfür Beispiele zu finden und zu erschließen ist der Grundgedanke des WinDroVe-Netzwerks”, so Westhagemann weiter.

Ziel: mögliche Anwendungsszenarien für den urbanen Luftverkehr

So will das Netzwerk allen Akteuren des neuen Wirtschaftszweigs – von Politik bis Industrie – eine Möglichkeit zum regelmäßigen Austausch bieten. Mit WindDroVe 2.0 soll die Netzwerkarbeit fortgesetzt und mögliche Anwendungsszenarien für den urbane Luftverkehr erschlossen werden. Mit mehr als 40.000 Fachkräften gilt Hamburg als einer der größten Standorte der zivilen Luftfahrtindustrie weltweit. Neben den Branchenriesen Airbus und Lufthansa Technik sowie dem Hamburg Airport tragen mehr als 300 Zulieferer sowie vielfältige technologisch-wissenschaftliche Institutionen zum Know-how bei.

Urbaner Luftverkehr auch beim ITS-Weltkongress im Fokus

Erst kürzlich wurde die Agenda des ITS-Weltkongresses (Intelligent Transport Systems) um den Schwerpunkt Urban Air Mobility ergänzt. Zusammen mit dem Bundesverkehrsministerium wird Hamburg 2021 Gastgeber für voraussichtlich rund 15.000 Fachbesucher sein. Im Rahmen dessen will sich die Elbmetropole als Modellstadt und Labor für intelligente Verkehrs und Logistik-Lösungen positionieren.
sb

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de

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