Titel Luftfahrt
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Lufthansa Technik entwickelt Zukunfts-Plattform

Apps können helfen, Betriebskosten zu reduzieren. Eine App nutzt dabei die Chancen des Digitalen Zwillings

Big Data gilt als Schlüssel für eine vorausschauende Wartung und entsprechend geringerer Kosten für Reparaturen in der Industrie – vor allem in der Auto- und der Luftfahrtindustrie. Tatsächlich steht mehr als die Hälfte aller Gesamtbetriebskosten für Airlines direkt oder indirekt im Zusammenhang mit MRO-Dienstleistungen (Maintenance, Repair and Overhaul, also Wartung, Reparatur und Überholung), weiß man bei Lufthansa Technik. Den intelligenten Einsatz von Big Data voranzutreiben, ist also ein vorrangiges Ziel vieler Fluggesellschaften.

Apps auf Plattform miteinander kombinieren

Mit der offenen AVIATAR Plattform gehen Lufthansa Technik und ihre Partner dieses Ziel nun kollaborativ an. Hier finden sich verschiedene Apps, die digitale Produkte und Services für die Luftfahrtindustrie anbieten und die mit eigenen Apps verknüpft werden können. Je mehr User die Plattform nutzen, desto besser, denn am Ende profitieren alle von optimierten Betriebszeiten, verminderten Folgekosten sowie einem sichereren und zuverlässigeren Flottenbetrieb – so das Ziel der AVIATAR-Entwickler bei Lufthansa Technik.

Kopplung von virtueller und realer Welt

“Engine Health Management” ist eine dieser neuen Apps. Das Diagnosewerkzeug für die Instandhaltung von Flugtriebwerken basiert auf dem Einsatz eines digitalen Zwillings, der das reale Objekt digital repräsentiert. Digitale Zwillinge verwenden reale Daten, um eine Vielzahl von Szenarien durchzuspielen und so zu wertvollen Erkenntnissen zu kommen. Durch diese Kopplung der virtuellen und realen Welten können etwa Probleme verstanden und bearbeitet werden, bevor sie überhaupt auftreten und Lösungen in Simulationen auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Unternehmen wie Philips, Siemens oder Porsche setzen inzwischen bereits auf Digitale Zwillinge.

Engine Health Management-App

Der digitale Zwilling eines physischen Triebwerks verfügt nun über einen so hohen Detaillierungsgrad, dass damit der Einfluss eines einzelnen Bauteils auf das ganze Triebwerk festgestellt werden kann. Dies erlaubt den Ingenieuren beispielsweise, die Ursache für eine spezifische Abweichung eines Motors vom normalen Verhalten festzustellen. Optimal angepasste Warnregeln führen zudem dazu, dass ungewöhnlicher Verschleiß oder unvorhergesehene Schadensentwicklungen frühzeitig erkannt werden. Die Engine Health Management-App sorgt so dafür, dass Materialaufwände, Kosten und Leistung in einem optimalen Verhältnis zueinanderstehen.
ys/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.aviatar.com
www.lufthansa-technik.com/de/aviatar

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