CCH Hamburg - © www.mediaserver.hamburg.de/F.Scymanska
3D-Druck revolutioniert die maritime Wirtschaft - © Hamburg Messe und Congress / Michael Zapf

SMM 2018: 3D-Druck revolutioniert die maritime Wirtschaft

Experten sind sich sicher: Diese Technologie wird die globalen Warenströme verändern. Sonderschau auf der maritimen Weltleitmesse SMM

Ähnlich wie die Automobilbranche oder die Luft- und Raumfahrttechnik, legt nun auch die maritime Wirtschaft ihren Fokus auf das Thema 3D-Druck. Ob Propeller, Bauteile oder gleich ein ganzes Schiff: All das kann künftig mit 3D-Druck erzeugt werden. Noch steht das Verfahren am Anfang seiner Möglichkeiten, doch Experten sind sich sicher: Diese Technologie wird die globalen Warenströme verändern, der Schifffahrt aber zudem ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Auf der maritimen Weltleitmesse SMM (4. bis 7. September 2018) findet nun erstmals eine Sonderschau zum 3D-Druck statt. Rund 2.200 Aussteller und 50.000 Besucher aus allen Kontinenten werden erwartet und machen die Fachmesse zur führenden Branchenveranstaltung weltweit.

Wachstumsmarkt mit großem Potenzial

Die maritime Branche befindet sich in einem Transformationsprozess, der durch eine zunehmende Digitalisierung entlang der kompletten Wertschöpfungskette gekennzeichnet ist. Potenziale des 3D-Drucks zeigen sich vor allem, wenn es um die pünktliche Ersatzteilversorgung überall auf der Welt geht. Der Markt hat es in sich: So rechnet das amerikanische Marktforschungsunternehmen International Data Corporation in der 3D-Druck-Branche mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 15 Prozent. Projektpartner der Sonderschau zum Thema 3D-Druck ist das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN).

Live-Demonstration auf dem Messegelände

Auf der „Maritime 3D Printing Show Area @ SMM“ präsentieren sich Aussteller zum Thema 3D-Druck. Besucher können dort mit Fachleuten diskutieren – und die additiven Produktionsverfahren mit unterschiedlichen Materialien live erleben. „Die Bauteile werden nicht mehr geometrisch gestaltet durch Gießen, Bohren oder Fräsen, sondern additiv – also schichtweise – aufgebaut“, erklärt Professor Claus Emmelmann, Leiter der Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien IAPT. “Das erlaubt auch Konstruktionen mit einer beliebigen, bisher noch nicht vorstellbaren Komplexität“, so Emmelmann. Gewichtsreduktionen von bis zu 80 Prozent seien möglich. Im starken Wettbewerb stehende Unternehmen könnten damit Bau- und Materialkosten einsparen und die Bauzeit von Komponenten drastisch verkürzen.
js/sb/kk

Quellen und weitere Informationen
www.hamburg-messe.de
www.maritimes-cluster.de

Über die SMM

Die internationale Leitmesse der maritimen Wirtschaft findet alle zwei Jahre auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress GmbH statt. Rund 2.200 Aussteller und 50.000 Besucher aus allen Kontinenten machen die Fachmesse zur führenden Branchenveranstaltung weltweit. Die SMM deckt die komplette Wertschöpfungskette der maritimen Wirtschaft ab, bringt internationale Entscheider und Experten zusammen und ist die Plattform für Innovationen der Branche.
www.smm-hamburg.com

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.