CCH Hamburg - © www.mediaserver.hamburg.de/F.Scymanska
Philipp John COO & Co-Gründer, ReachHero - © Jan Siemers

OMR: So geht Influencer Marketing

Das Tool ist in aller Munde - nur wie wird es richtig eingesetzt? Eins der heiß diskutierten Themen auf dem Show-Event der Online Marketing Rockstars

Es ist ein noch relativ neuer Hype und immer mehr Unternehmen wollen mitmachen: Influencer Marketing. Darüber, ob und wie dieses Marketing-Tool effektiv eingesetzt werden kann, debattierten Bianca Dyckhoff (Unilever), Philipp John (ReachHero), Vreni Frost (neverever.me) und Martin Gardt (OMR) am Donnerstag auf der Bühne des Online Marketing Rockstars Festivals. Zwei Tage lang befindet sich die Hansestadt im Online-Marketing-Ausnahmezustand: 40.000 Besucher haben sich angemeldet, 300 Aussteller präsentieren sich und ihre Produkte. Auf Bühnen und Mega-Screens gibt es Vorträge und Keynotes von internationalen Startups – und abends wird gefeiert.

Ganz wichtig: Glaubwürdigkeit

Damit Influencer Marketing funktioniert, muss es glaubwürdig sein, so Bianca Dyckhoff. Zwar funktioniere reines Product Placement gut über reichweitenstarke Influencer, um eine Kampagnenidee jedoch erfolgreich zu verlängern, brauche es vor allem Glaubwürdigkeit. Um erfolgreich zu sein, bedürfe es ebenfalls eines guten Briefings, eines guten Kick-Offs und natürlich eines professionellen Markenbotschafters. “Dieser muss zur Marke passen, sie bestenfalls sogar selbst mögen”, sagte Dyckhoff. Je mehr der Influencer dabei er selbst bleibe, desto erfolgreicher könne eine Kampagne werden.

Stolpersteine

Für die Bloggerin Vreni Frost, die selbst nur ungern als Influencerin betitelt wird, ist es erstmal wichtig zu klären, was die Marke überhaupt will. Danach müsse die Kampagne und die Wahl des Markenbotschafters erfolgen. Viele Marken scheiterten daran, dass kein passender Influencer ausgesucht wurde. Hier sollten sich Unternehmen im Vorfeld gut informieren, um beispielsweise auch nicht auf gekaufte Followerzahlen reinzufallen. Ebenfalls ginge es nicht immer nur um quantitative Reichweite, sondern vielmehr um qualitativen Content. Auch vom Fokussieren auf nur einen Kanal riet Frost ab.

Influencer Marketing gehört schon fast zum Alltag

Influencer Marketing gehöre inzwischen zum normalen Marketing dazu, meinte Philipp John. Und zur Frage des Budgets: Zwar seien die Preise sehr stark gestiegen, jedoch würde sich langsam ein Marktpreis bilden. Um erfolgreich zu sein, sollten Unternehmen erst etwas ausprobieren, und erst dann die Kampagnen ausbauen. “Wichtig ist zu klären, welche Produkte über welche Absatzkanäle und mit welchen passenden Key Performance Indicators vermarktet werden”, so John. Letztendlich käme es darauf an, dass möglichst viele Menschen folgen und mit dem Content interagieren.
js/kk

www.omr.com/de

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.