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Carrie - Das Musical © Dennis Mundkowski

Musical: Stephen Kings „Carrie“ kommt in Altona auf die Bühne

Zur Sommerproduktion „Fame“ kamen 14.000 Zuschauer ins First Stage Theater. Musicals sind für die Stadt auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor

Er zählt zu den meistgelesenen und kommerziell erfolgreichsten Autoren der Gegenwart: Stephen King. Den Durchbruch erzielte er mit „Carrie“. Doch beinahe wäre es gar nicht dazu gekommen. King hatte das Manuskript bereits verworfen, nur seiner Frau ist es zu verdanken, dass er die Idee von dem gemoppten High-School-Mädchen mit übersinnlichen Fähigkeiten weiterverfolgte. Am Ende brachten ihm die Taschenbuchrechte die damalige Rekordsumme von 400.000 US-Dollar ein, so heißt es. Stephen King gab daraufhin seinen 'Brotjob’ als Lehrer auf und wurde Full-Time-Schriftsteller.

Sprung zum Full-Time-Bühnendarsteller

Die Absolventen der Stage School Hamburg erhoffen sich nun von der Inszenierung der diesjährigen Sommerproduktion „Carrie – Das Musical“ am First Stage Theater den Sprung zum Full-Time-Bühnendarsteller. Im Zentrum der Musicaladaption von Stephen Kings Erstling steht die unter dem Wahn einer ultrareligiösen Mutter leidende 16-jährige, die ihre telekinetischen Fähigkeiten entdeckt, als sie in der Schule zum Mobbing-Opfer wird – und mit ihren Rachefantasien ein Inferno entfacht. Mit Maya Hakvoort in der Rolle der Mutter Margaret – die im Laufe der dramatischen Handlung auch vor versuchtem Tochtermord nicht zurückschreckt – hat das First Stage Theater einen echten Musicalstar verpflichtet. „Darauf sind wir sehr stolz, in Österreich ist Maya Hakvoort die absolute Nr. 1“, betont Schul- und Theaterdirektor Thomas Gehle.

Hamburg nach New York und London drittgrößter Musicalstandort der Welt

Dazu komme, dass sich die Stage School Hamburg seit über 30 Jahren einen internationalen Ruf erarbeitet habe. „Zu uns kommen Produzenten und Caster, die Auditions exklusiv für unsere Schüler durchführen”, so Gehle. Einen besseren Musicalstandort könne er sich nicht vorstellen, jedenfalls nicht im deutschsprachigen Raum. Hamburg ist nach New York und London der drittgrößte Musicalstandort der Welt. Das bietet jungen Künstlern vielfältige Auftrittschancen und die Stadt profitiert ebenfalls vom Boom, der mit Sir Andrew Lloyd Webbers Erfolgsmusical „Cats“ Mitte der 1980er Jahre seinen Anfang nahm.

Wirtschaftsfaktor Musicals

Allein die vier großen Hamburger Musicals der Stage Entertainment bedeuten eine jährliche externe Wertschöpfung von mehr als 600 Millionen Euro für die Stadt, heißt es aus dem Unternehmen. So profitieren Hotellerie und Gastronomie, Einzelhandel sowie weitere kulturelle Einrichtungen von den Musicals.

Vom 17. Juni bis 15. Juli haben die Darsteller von “Carrie – Das Musical” Zeit, das Publikum für sich zu gewinnen. Die letztjährige Sommerproduktion „Fame – Das Musical“ brachte es auf 14.000 Zuschauer, die Inszenierung steht wegen der großen Nachfrage im September erneut auf dem Spielplan.
ys/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.firststagehamburg.de

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