Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Handelskammer_Hamburg - © Handelskammer Hamburg/Daniel Sumesgutner

Die Gründungswerkstatt – Erfolgsmodell aus Hamburg

Der Gründerservice der Handelskammer Hamburg umfasst neben Beratungsangeboten ein Online-Tool, das deutschlandweit adaptiert wird

Bin ich ein Gründertyp und habe ich das nötige Wissen, um ein eigenes Unternehmen aufzubauen? – Zentrale Fragen, die angehende Existenzgründer beschäftigen. Mit der Gründungswerkstatt bietet die Handelskammer Hamburg ein Online-Tool, um die ersten Hürden einer Gründung anzugehen. Doreen Hotze, stellvertretende Geschäftsführerin und Leiterin des Gründungszentrums der Handelskammer: „Neben einer ersten Orientierung mit Persönlichkeitstest und Wissens-Check bietet die Gründungswerkstatt auch einen konkreten Planungsteil. Registrierte Nutzer können Schritt für Schritt ihren Businessplan erstellen. Dabei geben wir ihnen wertvolle Tools, wie zum Beispiel die Methode „Business Model Canvas“ oder die Software “miniplan” zur Finanzplanung an die Hand.“

Doreen Hotze, Gründungszentrum der Handelskammer Hamburg

Gründen mit Expertenwissen

Der besondere „USP“ der Gründungswerkstatt liege in der Zuweisung eines geeigneten Experten: „Bei der Anmeldung wird die Branche abgefragt, in der die Nutzer sich selbstständig machen wollen. Wir weisen gewerblich Selbstständigen daraufhin einen Experten – also einen Gründungsberater – zu, der ihnen von da an als Branchenkenner z.B. für die Immobilienwirtschaft, das Gastgewerbe, den Einzel- oder Großhandel, zur Seite steht.” Die direkte Interaktion mit den Experten unterstütze Existenzgründer bei der Erstellung. So könnten erste Fragen zum Text- oder Zahlenteil unmittelbar geklärt werden. Ziel sei es, den Businessplan von Beginn an „bankfertig“ zu stellen. „Der Service ist vertraulich, neutral und kostenlos. Das macht die Gründungswerkstatt zum Erfolgsmodell. Mittlerweile haben Handelskammern deutschlandweit unseren Online-Service adaptiert.“

Hotze, die selbst Betriebswirtschaftslehre studiert hat und mehrere Jahre als Unternehmensberaterin arbeitete, kennt die Probleme angehender Unternehmer: „Oft haben die Gründer anfangs eine Brille auf: Sie sind sehr stark auf ihre Idee fokussiert, vergessen dabei aber zum Beispiel welche konkreten Anforderungen eine Bank an einen überzeugenden Business-Plan stellt oder wie der Markt das Produkt aufnimmt.“ Solche Probleme könnten mit der Nutzung des Online-Tools vermieden werden.

Besondere Herausforderungen für Startups

Darüber hinaus bietet die Handelskammer zahlreiche persönliche Services für angehende Gründer. In verschiedenen Veranstaltungsformaten, wie Workshops zum Thema Steuern, bei Franchise-Sprechtagen oder speziellen Informationsgesprächen für Gründer mit Migrationshintergrund, geben Experten angehenden Selbstständigen wichtige Werkzeuge für eine erfolgreiche Gründung an die Hand. Im Innovations- und Patent-Centrum (IPC) werden gezielt junge innovative Unternehmen und Startups beraten, die neuartige Produkte bzw. Dienstleistungen entwickeln und zum Beispiel spezielle Belange in Fragen von Schutzrechten haben.

„Eine der besonderen Herausforderungen für diese Startups ist, dass häufig der Marktzugang neu aufgebaut werden muss und das Produkt sowie die damit verbundene Dienstleistung noch nicht die Marktreife erreicht haben“, erläutert Doreen Hotze. Meistens seien auch die Entwicklungsaufwendungen und die Entwicklungsdauer nur abschätzbar und können über einen Businessplan noch nicht genau kalkuliert werden. Allen Existenzgründern stehe zudem die Anmeldung und Vernetzung in der XING-Gruppe der Handelskammer Hamburg offen.
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Quellen und weitere Informationen:
www.gruendungswerkstatt-hamburg.de

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