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Ampelphasenassistent in Hamburg getestet - © Lucas Gallone/Unsplash

Pilotprojekt: intelligenter Ampelassistent in Hamburg erprobt

Ampeln kommunizieren mit Autos. Geschwindigkeitsempfehlungen helfen dabei, Verkehrsfluss und Fahrzeit zu optimieren und die Umwelt zu schonen

In Vorbereitung auf den Weltkongress für Intelligente Verkehrssysteme (ITS) 2021 hat die Stadt Hamburg zusammen mit Audi, dem Online-Geodatendienst Here Technologies und dem Straßenverkehrstechnik-Unternehmen Swarcoin einen Ampelphasenassistenten erfolgreich erprobt. Entlang von Teststrecken mit insgesamt über 60 Ampeln bekommen die Testfahrer in ihren Wagen angezeigt, welche Geschwindigkeit sie für eine grüne Welle benötigen bzw. wie lange vor ihnen noch Rot ist. Durch solche Geschwindigkeitsempfehlungen kann der Verkehrsfluss optimiert, die Fahrzeit verkürzt und die Umwelt geschont werden.

Ampelassistent reduziert Energieverbrauch und Schadstoffausstoß

Vergleichbar mit einer „grünen Welle“ bekommen die Autofahrer angezeigt, in welchem Tempo sie am besten fahren sollten, um möglichst nicht an einer Ampel anhalten zu müssen. Sollte dies im Rahmen der erlaubten Geschwindigkeit nicht möglich sein, zählt ein Countdown die Zeit bis zur nächsten Grünphase. Damit leistet der in Hamburg erstmals erfolgreich erprobte Ampelassistent einen wertvollen Beitrag zu ökonomischem Fahren und verbessertem Verkehrsfluss. So wird unnötiges Verzögern, Anhalten und Beschleunigen an Ampelsignalen verhindert. Dies soll zu einem reduzierten Energieverbrauch sowie Schadstoffausstoß führen.

Rohdaten per Urban Dat Hub öffentlich zugänglich

In dem Gemeinschaftsprojekt stellt die Stadt Hamburg die Rohdaten der Ampelschaltungen zur Verfügung. Auf deren Basis erstellt Swarco individuelle Prognosen. Here stellt die zentrale Datenplattform bereit, koordiniert die städtischen Rohdaten und übermittelt die Vorhersagen von Swarco zusammen mit Karten komplexer Kreuzungen über eine Kommunikationsschnittstelle an die Audi-Flotte.

Nach den erfolgreichen Erkenntnissen des Pilotprojekts soll nun die stadtweite Bereitstellung der Daten erfolgen, sodass künftig die Grünzeitprognosen für über 1.000 Ampeln im Stadtgebiet möglich sein werden. Da die Rohdaten über die vom Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung im Zuge der ITS-Strategie entwickelte Urban Data Hub allen interessierten Nutzerinnen und Nutzern diskriminierungsfrei zur Verfügung gestellt werden sollen, können die Ampelzeitprognosen schon bald in weiteren Anwendungen genutzt werden. Dann ist auch der Einsatz von Apps möglich. Auch Radfahrerinnen und Radfahrer sollen künftig von dem Prognosedienst profitieren.

Urbane Mobilität der Zukunft

Das Projekt ist Teil der Mobilitätspartnerschaft zwischen dem Volkswagen Konzern und Hamburg. Ziel dieser Partnerschaften ist es, gemeinsam die urbane Mobilität der Zukunft zu gestalten und Hamburg als Modellstadt für zukünftige, nachhaltige und integrierte Mobilität zu entwickeln. Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, erklärt hierzu: „Die Ampelzeitprognose im Fahrzeug ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass unsere Kooperationen mit Industriepartnern auf Augenhöhe genau die richtige Wahl sind: Jeder hat sich mit seinen Stärken und Kernkompetenzen eingebracht. Im Ergebnis haben wir eine Entwicklung, die funktioniert, innovativ ist und den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern einen echten Mehrwert bietet. Wir haben uns auf den Weg Richtung Mobilität von Morgen gemacht und sind wieder ein gutes Stück vorangekommen.“
sb

Quelle und weitere Informationen
www.hamburg.de/bwvi
www.audi.de
www.here.com
www.swarco.com/de

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