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Jan Kobza, Betriebshofmanager Alsterdorf (vorne) mit Kollegin und Kollegen vor zehn der neuen emissionsfreien Busse © Hamburger Hochbahn AG

Hochbahn setzt verstärkt auf E-Mobilität

Elektrobusflotte auf 30 Fahrzeuge ausgeweitet. 20.000 Fahrten: positive Zwischenbilanz für E-Scooter-Pilotprojekt

Die E-Mobilitätsoffensive der Hamburger Hochbahn AG nimmt weiter Fahrt auf: Nachdem die Hochbahn vor knapp einem Jahr den ersten serienreifen Elektrobus in Betrieb genommen hat, sind mittlerweile 30 E-Busse in der Hansestadt unterwegs. Bis 2030 soll der gesamte Fuhrpark auf emissionsfreie Antreibe umgestellt werden. Darüber hinaus ziehen die Hochbahn und der schwedische E-Scooter-Anbieter Voi eine positive Zwischenbilanz – mit rund 20.000 Fahrten. In den Stadtteilen Berne und Poppenbüttel kommen seit Juli 2019 Elektro-Scooter als ergänzende Mobilitätslösung für den Stadtrand zum Einsatz. Nun wurde das Geschäftsgebiet erweitert und die Flotte auf insgesamt 100 E-Scooter erhöht.

Emissionsfreie Antriebe bis 2030

Von einem „Durchbruch zum emissionsfreien Busbetrieb in Hamburg“ spricht Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der Hochbahn. Bereits mehr als 200.000 Kilometer seien emissionsfrei zurückgelegt worden. „Im Frühjahr konnten wir den ersten komplett auf emissonsfreie Antriebe ausgerichteten Betriebshof in Alsterdorf eröffnen. Jetzt können wir auch hinter die erste Fahrzeugbestellung einen Haken machen und die nächsten Schritte angehen“, so Falk weiter. Es ist geplant, in 2020 weitere 30 Elektrobusse in Betrieb zu nehmen. Diese Fahrzeuge sollen mit 200 Kilometern rund 50 Kilometer mehr Reichweite garantieren als die 2019er-Generation. In den Folgejahren bis 2025 will die Hochbahn bis zu 530 weitere emissionsfreie Busse anschaffen.

Bei dem strategischen Umbau der Gesamtflotte auf emissionsfreie Antriebe setzt die Hochbahn nach eigener Angabe auf Batterie- sowie Brennstoffzellentechnologie. Dabei gilt die Reichweite als eines der wichtigsten Kriterien für einen wirtschaftlichen Busbetrieb.

E-Scooter Voi für die erste und letzte Meile

Erwartungen übertroffen: In drei Monaten wurden mit 60 E-Scootern von Voi mehr als 200.000 Fahrten im Pilotgebiet getätigt. Dies seien doppelt so viele wie erwartet, so die Hochbahn. Demnach werden die Elektro-Tretroller am häufigsten werktags zwischen 16 und 20 Uhr genutzt. Dabei scheint das Zubringer-Konzept zum ÖPNV aufzugehen: Nach eigener Angabe nutzen vier von fünf Personen die E-Scooter zum Pendeln von und zum Bahnhof. Ab sofort wird die E-Tretroller-Flotte auf 100 Fahrzeuge aufgestockt und das Geschäftsgebiet um die Postleitzahlenbereiche 22395 und 22399 erweitert. Das Pilotprojekt läuft bis Ende des Jahres, die Entscheidung über eine mögliche Fortsetzung in 2020 steht noch aus.
sb/kk

Quelle und weitere Informationen
E-Busse
E-Scooter-Piloprojekt

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