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Offizielle Modellregion für Drohnen in Hamburg - © Jan Brandes

Hamburg wird EU-Modellregion für Drohnen

Die EU-Kommission unterstützt die Hansestadt als Modellregion für Drohnentechnologien. Im Fokus steht die zivile Nutzung von unbemannten Fluggeräten

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist neuer Partner einer EU-Initiative zur Förderung der Urban Air Mobility (UAM) und nimmt damit eine Vorreiterrolle ein. Hamburg gilt fortan als offizielle Modellregion für die Erschließung ziviler Nutzungsmöglichkeiten von Drohnen- und anderen urbanen Luftverkehrstechnologien. Während des 52. Hamburg Aviation Forums unterzeichneten Senator Frank Horch, Vertreter der Europäischen Innovationspartnerschaft für Smart Cities sowie die Europäische Organisation zur Sicherung der Luftfahrt, Eurocontrol, den Vertrag am 8. Juni.

Smarte Anwendungsfelder für Drohnen im zivilen Bereich

Nach Schätzung der Deutschen Flugsicherung (DFS) gibt es in Deutschland derzeit rund 400.000 privat und gewerblich genutzte Drohnen; diese Zahl wird sich bis zum Ende des Jahrzehnts voraussichtlich verdreifachen. Die Zahl der Einsatzubereiche steigt. In enger Zusammenarbeit von Industrie, Hochschulen und Behörden sollen Nutzungsszenarien für den systematischen Einsatz von neuen Fluggeräten in der Metropolregion erarbeitet werden. Denkbar sind z. B. ein zeitkritischer Transport von medizinischem Gut oder die Überprüfung und Wartung von großen Infrastrukturen, wie Hafenbrücken oder Windrädern. Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, erklärt: „Mit international sichtbaren Kernbranchen wie Luftfahrt, maritimer Logistik, Windenergie oder Life Science ist Hamburg geradezu dafür prädestiniert, neue smarte Anwendungsfelder für Drohnen im zivilen Bereich zu entwickeln, von denen Wirtschaft und Bevölkerung gleichermaßen profitieren. Als Austragungsort des ITS-Kongresses 2021 freuen wir uns darauf, bereits jetzt auf europäischer Ebene den Dialog in diesem Wachstumsmarkt mitzugestalten.“

Smart Cities eröffnen neue Perspektiven

Die Urban Air Mobility Initiative wird von der Europäischen Kommission gefördert und ist Teil der Europäischen Innovationspartnerschaft für Smart Cities, in deren Rahmen innovative und bürgernahe Anwendungsszenarien für zukunftsweisende Technologien entwickelt werden sollen. Hintergrund ist der wirtschaftliche Schaden durch Staus, der europaweit auf über 100 Milliarden Euro geschätzt wird – pro Jahr und mit steigender Tendenz. Die gezielte Nutzung dieser unbemannten Fluggeräte könnte nicht nur Zeit und Geld sparen, sondern auch die Entstehung neuartiger Dienstleistungen in der Metropolregion fördern.

Starke Hamburger Projektbeteiligung

Neben Hamburg gehören weitere europäische Metropolregionen wie Genf zur Urban Air Mobility Initiative, mit denen ein stetiger Austausch erfolgen soll. Inhaltlicher Koordinator des Projekts ist Airbus. Institutionelle Projektpartner sind die Europäische Organisation zur Sicherung der Luftfahrt, Eurocontrol, sowie die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA). Zu den Hamburger Beteiligten zählen unter anderem auch Lufthansa Technik, mehrere Hochschulen, sowie das ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung. Letzteres legte in Hamburg mit dem Projekt WiNDroVe im vergangenen Jahr den thematischen Grundstein für die jetzt erfolgte europäische Kooperation.
sb/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg-aviation.de
www.eu-smartcities.eu
www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/9340882/2017-08-15-bwvi-drohnenverordnung/

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