Hamburg News: Hafen und Logistik - Shipping-Container-Schiff - © HMG www.mediaserver.de Christian Spahrbier
Energy Observer in Nordeuropa © Energy Observer/Antoine Drancey

Energy Observer: So könnte die Schifffahrt der Zukunft aussehen

Weltreise ohne CO2-Ausstoß. Wasserstoff-Katamaran macht Zwischenstopp in Hamburg

Wie die Zukunft der Schifffahrt aussehen könnte, zeigt der Katamaran ‚Energy Observer’. Das futuristische Schiff hat im Rahmen seiner Weltreise in Hamburg festgemacht. Das Ziel der Reise ist es zu beweisen, dass Schifffahrt ohne CO2-Austoß möglich ist. Der Katamaran nutzt die Energie der Sonne und produziert Wasserstoff, während effektive Segel-Wings die Fahrt unterstützen. Bis Sonntag (5. Mai 2019) liegt das Schiff noch an den Magellan-Terassen in der Hamburger HafenCity. Bei der Einlaufparade zum 830. Hafengeburtstag am 9. Mai wird das französische Schiff ebenfalls vertreten sein.

Umgebauter Renn-Katamaran

Vor 25 Jahren gewann der Katamaran die Jules Verne Trophy, bei der die Welt umsegelt wird. Seit 2017 ist das umgebaute Hightech-Schiff als Botschafter für eine CO2-freie Zukunft mit Wasserstoff als Antriebsquelle unterwegs. Hamburg ist die 36. Station auf der 101 Häfen umfassenden Mission. Bis zu den olympischen Spielen 2024 in Paris wollen der ehemaligen Regattasegler Victorien Erussard und der Filmemacher Jérôme Delafosse für ihr Projekt werben.

Fossilfreie Schifffahrt

Das schwimmende Labor nutzt drei Energiearten: Sonne, Wind und Wasserstoff treiben das Schiff an. Mit Sonnenpanelen werden die Batterien aufgeladen. Aus Meerwasser wird Carbonfreier Wasserstoff erzeugt und die neu installierten Segel-Wings sorgen für zusätzlichen Vortrieb. Ein komplexes Steuerungssystem kombiniert den optimalen Einsatz der Energiequellen. „Schon heute wird auf dem Katamaran die mögliche Energienutzung von morgen erprobt, so etwas brauchen wir dringend, um den Klimawandel zu bremsen und von fossilen Brennstoffen wegzukommen”, sagt Jens Kerstan, Sentor für Umwelt und Energie.

Wasserstoff als Energiequelle und Energiespeicher

Hamburg setzt ebenfalls auf die Wasserstofftechnik. Im Energiewendeprojekt New4.0 wird erforscht, wie der Strom aus Windenergie mithilfe von Wasserstoff gespeichert werden kann. Auch als Antriebsenergie soll Wasserstoff, etwa bei Bussen, eingesetzt werden.
ma/cf/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.energy-observer.org
www.hamburg.de

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