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ioki Hamburg stärk den Nahverkehr mit 20 Elektroautos © DB AG/Faruk Hosseini

Ein Jahr E-Shuttle Ioki: positive Zwischenbilanz

E-Sammeltaxen bislang von rund 215.000 Fahrgästen genutzt. Ab August soll der Ridesharing-Dienst den Nahverkehr in Billbrook ergänzen

900.000 Kilometer wurden emissionsfrei gefahren und somit 170 Tonnen CO2 eingespart – Diese Zwischenbilanz ziehen die Deutsche Bahn und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) zum einjährigen Bestehen der Ioki-Sammeltaxen in den Stadtteilen Lurup und Osdorf. Die 20 Elektrofahrzeuge bringen Gäste auf flexiblen Routen ans Ziel, bilden per Algorithmus Fahrgemeinschaften und ergänzen somit den öffentlichen Nahverkehr in Hamburg. Anders als die Kleinbusse von MOIA, sind die weißen Ioki-Wagen in den HVV integriert und werden von der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH betrieben.

Ioki ergänzt den öffentlichen Nahverkehr

Im ersten Betriebsjahr haben rund 215.000 Fahrgäste das Angebot genutzt und über 160.000 Fahrten wurden getätigt. Der Geschäftsführer von Ioki, Michael Barillère-Scholz, sieht das Projekt als Erfolg: „Ioki Hamburg hat unsere Erwartungen übertroffen. Was uns besonders freut: Unser Plan, den Nahverkehr zu stärken, geht auf.“ So lassen sich etwa die Hälfte der Fahrgäste zu größeren ÖPNV-Haltestellen bringen. Ein Algorithmus organisiert dabei die Bildung von Fahrgemeinschaften, aktuell seien durchschnittlich 1,7 Fahrgäste pro Fahrt an Bord.

Testbetrieb in Billbrook geplant

Während zum Start des E-Shuttle-Services ein einfaches HVV-Ticket zum Bezahlen reichte, wird seit April 2019 ein Aufpreis von einem Euro pro Person und Fahrt genommen. Dies habe die Verfügbarkeit der Fahrzeuge verbessert, sowie die durchschnittliche Wartezeit auf unter fünf Minuten reduziert. So könne der Service nach Aussage der Betreiber nun 93 Prozent aller Fahrtanfragen bedienen. Für die Zukunft ist geplant, auch Berufspendlern in Billbrook eine Alternative zum Auto zu bieten. Dort soll der Testbetrieb Anfang August 2019 starten.

Hamburger Strategie für intelligente Verkehrssysteme

„Geteilte und vernetzte Mobilität ist ein wichtiger Baustein für die Mobilität des 21. Jahrhunderts“, erklärt Hamburgs Verkehrssenator Michael Westhagemann. So zahlt die Mobility-as-a-Service-Lösung (MaaS) in die Hamburger Strategie für intelligente Verkehrssysteme (ITS) ein. Vom 11. bis 15. Oktober 2021 erwartet die Stadt rund 15.000 Fachbesucher im Rahmen des ITS Weltkongresses. Im Rahmen dessen will die Elbmetropole mit rund 60 Projekten zum Labor und zur Modellstadt für intelligente Verkehrs- und Logistiklösungen werden.
cf/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.deutschebahn.com
www.ioki.com
www.its2021.hamburg

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