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Therapeutische Bewegungsspiele mithilfe von VR - © www.mediaserver.hamburg.de/Timo Sommer und Lee Maas

VR-Therapievorhaben erhält 1,9 Millionen Euro Förderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert therapeutische Bewegungsspiele, die bei neurologischen Erkrankungen helfen sollen

Wissenschaftler des Fachbereichs Informatik der Universität Hamburg entwickeln im Verbundprojekt „Exgavine: Bewegungsspiele in der Virtuellen Realität als Therapieform neurologischer Erkrankungen“ drei digitale Spiele, die z. B. in der Demenzbehandlung zum Einsatz kommen sollen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben nun für drei Jahre mit insgesamt 1,9 Millionen Euro.

Serious Games sollen Lücke schließen

In Ziel-, Renn- und Denkspielen sollen die Patienten Aufgaben lösen, die ihre motorischen und kognitiven Fähigkeiten beanspruchen, indem sie beispielsweise ein Motorrad durch Gewichtsverlagerungen lenken und dabei Rechenaufgaben lösen. Ziel ist es, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern sowie das Fortschreiten der Erkrankung zu verringern. „Bisher beschränken sich sogenannte Serious Games auf reines Training oder einfache Rehabilitation“, sagt Prof. Dr. Frank Steinicke, Koordinator des neuen Verbundprojekts Exgavine. „Videospiele, welche auf die Bedürfnisse und mitunter eingeschränkten Fähigkeiten von Menschen mit neurologischen Erkrankungen angepasst sind, fehlen noch. Diese Lücke wollen wir schließen.“

Zusätzliche Ausstattung mit Sensoren

Die entwickelten Spiele sollen direkt im Alltag von Patienten erprobt werden. Bei vielen dieser Aktionen tragen diese eine VR-Brille, über die eine computererzeugte Umgebung dargestellt wird. Darüber hinaus sollen die Spieler mit Armbändern, Gürteln oder Ringen ausgestattet werden, in denen sich zusätzliche Sensoren zur Erfassung der Bewegung befinden. Mit dieser Ausstattung können die Aktivitäten erfasst und analysiert werden, um den Therapieverlauf und Veränderungen zu protokollieren. Ärzte sowie das Fachpersonal geben als rekonstruierte Avatare im Spiel Rückmeldung über die Performance der Patienten. Verbundpartner sind mitunter die Universität Hamburg und das Startup RetroBrain, die beide in der nextReality-Initiative der Stadt Hamburg aktiv sind.
sb

Quelle und weitere Informationen
www.uni-hamburg.de
www.nextreality.hamburg

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