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Universität Hamburg an Satelliten-Projekt beteiligt © Nasa/Unsplash

Universität Hamburg an Satelliten-Projekt beteiligt

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) will mit neuem Verfahren die Erdatmosphäre vermessen. Uni Hamburg als Partnerorganisation dabei

Der neunte ‚Earth Explorer‘-Satellit der European Space Agency (ESA) ist Teil des Projektes ‚Forum‘ und soll erstmals mit besonders langwelliger Infrarotstrahlung die Erdatmosphäre vermessen. Ziel ist es, die Klimawirkung von Wolken und Gasen in der Atmosphäre im Infrarotbereich des Lichtspektrums direkt zu beobachten. Dadurch sollen Messungen der abgestrahlten Energiemenge überprüft und verfeinert werden. Die Universität Hamburg ist eine von 13 Partnerorganisationen des Projektes, das in dieser Woche den Zuschlag für die wissenschaftliche Mission erhalten hat. Der Satellit startet voraussichtlich 2026 und wird dann mindestens vier Jahre lang Daten liefern.

Datenerfassung durch neues Fern-Infrarotverfahren

Detailliertere Informationen über die ausgehende Strahlung soll ein neues Fern-Infrarotverfahren liefern: „Der Großteil der Energie erreicht uns in Form von sichtbarem Licht. Hinaus geht aber langwelligere Infrarotstrahlung, die bei Satellitenmessungen bisher nur unvollständig erfasst wird“, erläutert Prof. Dr. Stefan Bühler vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg. Zwar seien wärmende oder kühlende Effekte von Wolken und Wasserdampf in der Atmosphäre in Klimamodellen bereits eingerechnet, eine exakte Messung dieser sogenannten Rückkopplungen sei bisher jedoch nicht möglich.

Die Earth Explorer Missionen sind Teil des ‚ESA Living Planet Programms‘. Mit dem Ziel, ein besseres Verständnis des Erdsystems zu erlangen, werden in Abstimmung mit internationalen Wissenschaftlern die Atmosphäre, die Biosphäre, die Ozeane, Eisschilde sowie das Erdinnere untersucht.
cf/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.uni-hamburg.de
www.esa.int/ESA

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