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Fachkräfte: generalistische Pflegeausbildung gestartet

Generalistische Ausbildung führt Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zusammen. Hamburg erwartet rund 1.300 neue Auszubildende für 2020

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, soll die Ausbildung in der Pflege attraktiver gestaltet werden: Hierfür ist am 1. Januar 2020 das bundesweite Pflegeberufegesetz in Kraft getreten. Die generalistische Pflegeausbildung führt die bisher getrennten Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zusammen und die Auszubildenden können in allen Versorgungsbereichen der Pflege arbeiten. Die neue Berufsbezeichnung lautet zukünftig „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“. Anfang Februar haben bereits 189 Schüler an fünf der insgesamt 14 Hamburger Pflegefachschulen mit der neuen Ausbildung begonnen. Erwartet werden rund 1.300 neue Auszubildende in 2020.

Gegen den Fachkräftemangel

Innerhalb dieses Jahres sollen auch die übrigen Hamburger Pflegeschulen nachziehen. Es muss kein Schulgeld mehr gezahlt werden und die Ausbildung ist EU-weit anerkannt. Neu ist auch, dass ab dem Wintersemester 2020 an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) ein Pflegestudiengang mit 60 Plätzen starten soll, den die Studierenden mit einem Bachelor-Abschluss und der Berufsbezeichnung ‚Pflegefachfrau‘ bzw. ‚Pflegefachmann‘ abschließen. „Es ist klar, dass wir mehr Fachkräfte im Pflegebereich brauchen. Deshalb muss der Pflegeberuf attraktiver werden – und genau das gelingt durch die neue generalistische Ausbildung“, sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Ich wartete, dass durch die einheitliche Ausbildung die Bezahlung in der Altenpflege zügig auf das Niveau der Krankenpflege steigt.”

Was ist neu an der generalistischen Pflegeausbildung?

In der Ausbildung sollen die Schüler vor allem praktisch geschult werden. Sie lernen in ihrer dreijährigen Ausbildung alle Altersgruppen und Versorgungsbereiche der Pflege kennen. Die Schwerpunkte richten sich vor allem nach dem Ausbildungsträger (Krankenhaus, Pflegeheim oder ambulanter Pflegedienst). Die Auszubildenden, die sich schon während der Ausbildung für einen Versorgungsbereich entschieden haben, können sich außerdem im dritten Jahr spezialisieren und einen Abschluss in der Alten-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege machen. Nach zwei Jahren Ausbildungszeit ist es möglich, den Abschluss als Pflegeassistenz zu erlangen. Voraussetzung für die neue Ausbildung ist ein Mittlerer Schulabschluss oder eine zehnjährige allgemeine Schulbildung. Hauptschulabsolventen können die Ausbildung antreten, wenn sie über weitere Qualifikationen verfügen.
js/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de

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