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European XFEL-Wissenschafter bereiten das FXE-Instrument auf ein Experiment vor - © European XFEL / Jan Hosan

EU fördert Life Science-Forschungsnetzwerk im Ostseeraum

Ziel des deutsch-skandinavischen Vorhabens ist Fortschritt in den Bereichen der Tumorbehandlung, der Antibiotikaresistenz und der Diagnostik

Mit der Hanseatic League of Science (HALOS) ist ein neues EU-Projekt im Interreg-Programm bewilligt worden. Das Projekt wird mit 3,6 Millionen Euro von der EU gefördert und soll die transnationale Forschungszusammenarbeit zwischen Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Hamburg Skandinavien im Bereich Life Sciences vertiefen. Beteiligt sind unter anderem die Uni Hamburg, die Forschungseinrichtungen DESY und European XFEL in Hamburg sowie MAX IV und European Spallation Source (ESS) in Lund (Schweden).

Forschungsmöglichkeiten aufbauen

Das HALOS-Projekt ist eine Vertiefung der wissenschaftspolitischen Zusammenarbeit im Ostseeraum, die durch das von der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung ins Leben gerufene Baltic Science Network (BSN) angestoßen worden ist. Das BSN hat mit Hilfe von Workshops, Umfragen und Studien in den Themenfeldern „Life Sciences, Photon and Neutron Science & Future of the Welfare State“ transnationale Strategien für Forschungs- und Innovationsexzellenz in der Ostseeregion entwickelt. HALOS ist ein erster praktischer Umsetzungsschritt dieser Strategien.

Umsetzung der Ostseestrategie

Im Rahmen von HALOS, das an der Universität Hamburg von der Biophysikerin Prof. Dr. Arwen Pearson geleitet wird, sind insgesamt 41 Forschungsvorhaben mit sechs Monaten Laufzeit vorgesehen. Zudem soll es Austauschprogramme für Wissenschaftler sowie Forumsveranstaltungen der beteiligten Regionen geben. „Die Förderung bedeutet eine große Chance für die Life-Science-Community in Hamburg sowie in Süd-Skandinavien. Wir können die herausragende Infrastruktur der Regionen so optimal nutzen”, so Prof. Pearson.

Interreg ist ein seit 20 Jahren laufendes Programm des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“, mit dem die Zusammenarbeit zwischen den europäischen Mitgliedsstaaten sowie den benachbarten Nicht-EU-Ländern gestärkt werden soll.
js

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg.de
www.uni-hamburg.de
www.baltic-science.org

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