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Senat und Industrieverband Hamburg schmieden Bündnis für die Industrie der Zukunft. Vorne rechts: Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg © Freie und Hansestadt Hamburg

Senat und Industrieverband Hamburg schmieden neues Bündnis

‚Bündnis Industrie der Zukunft‘ soll Rahmenbedingungen verbessern, Zusammenarbeit mit der Forschung stärken und klimafreundliche Produktion fördern

Hamburg ist, nach Bruttowertschöpfung, die größte Industriestadt Deutschlands und einer der größten Industriestandorte Europas. Die Industrie in Hamburg steht aufgrund ihrer Energiebedarfe vor großen Aufgaben, um die Hamburger Klimaziele zu erreichen. Diese zielen vor allem darauf ab, die CO2-Emissionen bis 2030 gegenüber 1990 zu halbieren – und bis 2050 um 80 Prozent zu reduzieren. Zugleich soll die Industrie national und international wettbewerbsfähig bleiben.

Hierfür haben sich der Hamburger Senat und der Industrieverband Hamburg (IVH) Ende April auf ein neues ‚Bündnis für die Industrie der Zukunft‘ geeinigt: Dieses soll die Rahmenbedingungen für Firmen weiter verbessern, Investitionshemmnisse beseitigen und die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie stärken. Dabei gilt es, den Weg zu einer klimafreundlichen Produktion weiter ebnen und maßgeblich fördern.

Klimafreundliche Technologien für die Industrie von morgen

„In Hamburg zeigen wir mit dem Bündnis auf, wie uns klimafreundliche Technologien helfen, die industrielle Entwicklung für morgen zu denken und entsprechend zu handeln“, sagt Senator Michael Westhagemann, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Der enge Schulterschluss mit der heimischen Industrie sei die Grundlage der erfolgreichen Weiterentwicklung. „Nur mit der Industrie gemeinsam können wir den Einklang aus zukunftssicheren Arbeitsplätzen, starker Wertschöpfung und nachhaltiger Produktion am Standort gestalten“, so Westhagemann weiter. Zudem kündigte IVH-Chef Michael Boxberger an, Hamburgs führende Position im technischen Umweltschutz und als Industrie-Metropole weiter ausbauen zu wollen.

Drei konkrete Handlungsfelder

Das Bündnis für die Industrie der Zukunft bezieht sich auf drei Handlungsfelder, die bis Ende 2019 bearbeitet werden sollen:

Gute Rahmenbedingungen für die Industrie in Hamburg
Die Bündnispartner wollen dem Masterplan Industrie neuen Schwung geben und dabei vor allem die Handlungsfelder ‚Flächen für die Industrie‘ und ‚Akzeptanz der Rahmenbedingungen für Industrie‘ fokussieren. Neue Impulse sollen gemeinschaftlich entwickelt werden, u. a. die Position eines Industriekoordinators.

Investitionshindernisse
Unternehmensinvestitionen stellen die Grundlage für technologischen Fortschritt dar. Doch der bestehende Rechtsrahmen verhindert oder erschwert die für die Energiewende erforderlichen Veränderungen in der Energiewirtschaft. Deshalb wollen die Bündnispartner gemeinsam konkrete Investitionshemmnisse identifizieren, um Reformen auf Bundesebene anzuregen.

Stärkung der Zusammenarbeit von Industrie und Forschung
Ein wirksamer Klimaschutz durch neue Technologien ist nur möglich, wenn der Staat die Anstrengungen der Industrie durch technologieoffene Förderung im Bereich Forschung und Entwicklung flankiert. Wichtige Impulse für mehr Energieeffizienz, Smart Grids (intelligente Stromnnetze), Smart Mobility, Smart Buildings oder Sektorenkopplung können auch durch die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz entstehen. So soll die durch den Senat verfolgte Innovationsstrategie mit einem stärkeren Blick auf die Bedürfnisse der Industrie neu aufgelegt werden.

Neues IVH-Netzwerk will jährlich 75.000 Tonnen CO2 einsparen

Erst Anfang April haben sich 15 große Hamburger Unternehmen im neuen IVH-Energieeffizienz-Netzwerk der Hamburger Industrie vernetzt. Mit dem Ziel, jährlich 75.000 Tonnen CO2 einzusparen, so Schirmherr Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie. Der Industrieverband Hamburg e. V. (IVH) wurde 1963 ins Lebens gerufen. Als rechtlich selbständige Landesvertretung des Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V. (BDI) vertritt er die Interessen von produzierenden Unternehmen und deren industrienahen Partnern am Standort Hamburg und Deutschland. Der IVH hat aktuell 260 Mitglieder.
sb

Quelle und weitere Informationen
www.hamburg.de
www.bdi-hamburg.de

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