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Hochbahn-Chef Henrik Falk und Umweltsenator Jens Kerstan - © Florian Besser

Für den Klimaschutz: Hochbahn fährt mit Ökostrom

Mit Ökostrom betriebene U-Bahnen und E-Busse sollen jährlich 83.000 Tonnen CO2 eingesparen

Die Hochbahn ist seit Jahren kohle- und atomstromfrei unterwegs – und ab sofort auch grün. Ab Januar fahren U-Bahnen und Elektrobusse nun mit Ökostrom aus neuen Windparks. Lieferant ist weiterhin Hamburg Energie. Der Ökostrom kann jetzt erstmals in die Bilanz zum Hamburger Klimaplan einfließen. Allein dadurch will Hamburg 83.000 Tonnen CO2 jährlich einsparen. Laut eigener Aussage verbraucht die Verkehrsleistung der Hochbahn aktuell so viel Strom wie rund 48.000 Haushalte.

Anstoß für diesen Schritt war die Klima-Partner-Vereinbarung, die der Senat im Sommer dieses Jahres mit 16 öffentlichen Unternehmen geschlossen hat. Damit trägt die Hochbahn zum Erreichen der Hamburger Klimaziele für 2020 bei. Dieses beinhaltet mitunter die Vermeidung von zwei Millionen Tonnen CO2 bis 2020.

Konkrete Maßnahme

„Die Hochbahn bekommt ab Januar hochwertigen Ökostrom. Das ist ein großer Schritt für den Klimaschutz in Hamburg. Den nächsten große Schritt als Stadt wollen wir bei der Wärmewende gehen: Im kommenden Jahrzehnt werden die zwei Kohlekraftwerke in der Hamburger Fernwärme abgeschaltet, dann werden die Haushalte von hunderttausenden Fernwärmekunden mit erneuerbaren und klimafreundlichen Energien aus innovativen Anlagen beheizt”, sagt Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie.

Gebäude nutzen Ökostrom

Die Stadt Hamburg will auch an anderer Stelle beim Klimaschutz vorangehen. So bekommen alle stadteigenen Gebäude seit Jahren hochwertigen und anrechenbaren Ökostrom. Hochwertig und anrechenbar bedeutet, dass der Strom in Anlagen erzeugt wird, die jünger als sechs Jahre sind, die aber nicht im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert werden, sodass das eingesparte CO2 der Hamburger Klimabilanz zugerechnet werden kann.
js/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de

Hamburg übernimmt Vorsitz der Umweltministerkonferenz

Hamburg hat zum Jahreswechsel 2018/19 den Vorsitz der Umweltministerkonferenz (UMK) übernommen. Senator Jens Kerstan koordiniert die Ressortzusammenarbeit von Bund und Ländern: „Hamburg übernimmt die Aufgabe zu einem wichtigen Zeitpunkt. Große und wegweisende Fragen, wie Luftreinhaltung, Nachhaltigkeit, Artenschwund oder Klimaschutz brauchen konkrete und kraftvolle Antworten. Die Umweltministerinnen und -minister aus Bund und Ländern können auch einen wichtigen Beitrag dazu liefern. Wir werden als Gastgeber einen guten Rahmen schaffen, damit es in diesen Fragen 2019 vorangeht.”
www.umweltministerkonferenz.de

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