Hamburger Energiewerke verzichten auf Weitergabe der Gasumlage

Energiekrise: Hamburger Haushalte und Unternehmen sollen entlastet werden. Senat plant Härtefallfonds
28. September 2022
Volgelperspektive auf die Speicherstadt

Vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise werden die Hamburger Energiewerke (HEnW) im Jahr 2022 auf die Weitergabe der Gasbeschaffungs- und Gasspeicherumlage an die Kund:innen verzichten. Das habe der Aufsichtsrat kürzlich beschlossen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die Maßnahme betreffe Gaskund:innen der Unternehmensmarke Hamburg Energie und soll Hamburger Haushalte und Unternehmen punktuell entlasten.

Hamburger Energiewerke wollen Gewinn an Kund:innen weitergeben

„Die städtischen Hamburger Energiewerke stehen wirtschaftlich gut da. Diesen Gewinn werden wir an die Kund:innen weitergeben, damit sie nicht zusätzlich belastet werden“, sagte Jens Kerstan, Aufsichtsratsvorsitzender der HEnW und Hamburgs Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, zum Beschluss vom 21. September 2022. Der Senat habe darüber hinaus auch die Kund:innen privater Gas-, Strom- und Wärmeanbieter im Blick und sei dabei, einen Härtefallfonds für Menschen aufzusetzen, die die hohen Energiepreise trotz anderer staatlicher Hilfen nicht mehr bezahlen können, so Kerstan weiter.

Verzicht auf Weitergabe der Gasbeschaffungsumlage des Bundes

Die Bundesregierung hatte die Gasbeschaffungsumlage in Höhe von 2,419 Cent pro Kilowattstunde eingeführt, um Gasimporteure bei der Ersatzbeschaffung finanziell zu stützen. Sie startet ab Oktober 2022 und ist zeitlich befristet. Zusätzlich wurde auch eine Gasspeicherumlage eingeführt. Diese beträgt ab Oktober 0,059 Cent pro Kilowattstunde und ist ebenfalls zeitlich befristet. Um eine Doppelabrechnung der Umlagen, die sich aus den automatischen Preisanpassungen der Wärme Hamburg ergeben kann, zu vermeiden, wird auf eine direkte Weitergabe der Gasumlage verzichtet.
nj/sb