Tourismus: Hamburg so beliebt wie noch nie

Neues Allzeithoch – Hansestadt verzeichnet rund 7,6 Millionen Übernachtungen im ersten Halbjahr 2023
28. August 2023
Hafenfähre-Tourisms

Hamburg ist und bleibt eine der beliebtesten Reisedestinationen. Rund 7,6 Millionen Übernachtungen verzeichnete das Statistikamt Nord für das erste Halbjahr 2023. Das sind 19,1 Prozent mehr Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben als im Vorjahreszeitraum 2022. Gegenüber dem Vor-Corona-Rekordjahr 2019 konnten sogar 407.000 Übernachtungen mehr verbucht werden, das entspricht einem Plus von fast sechs Prozent. Die Tourismusbranche bildet mit rund 77.000 Arbeitsplätzen und einem jährlichen Umsatz von etwa 9,6 Milliarden Euro einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor für Hamburg. Davon kann die Stadt rund 363 Millionen Euro als direkte Steuereinnahmen in ihrem Haushalt verbuchen, wie Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard kürzlich bei einer Pressekonferenz (21. August) bekannt gab.

Starke Nachfrage von Gästen aus Deutschland

„Der Hamburger Tourismuswirtschaft ist etwas gelungen, das in dieser Dimension nur ganz wenige Metropolen in Europa geschafft haben: Gäste- und Übernachtungszahlen haben im ersten Halbjahr dieses Jahres ein neues Allzeithoch erreicht“, erklärt Michael Otremba, Geschäftsführer von Hamburg Tourismus (HHT). Dies liege vor allem an der starken Nachfrage von Gästen aus Deutschland, die mit sechs Millionen Übernachtungen das Vor-Corona-Rekordjahr 2019 mit fast zehn Prozent übersteigt. Über Deutschland hinaus beherbergte Hamburg im ersten Halbjahr 2023 auch viele Gäste aus dem angrenzenden europäischen Ausland, insbesondere der Schweiz (153.400 Übernachtungen), Dänemark (143.600), Österreich (134.800) und Großbritannien (132.100) sowie aus Übersee, wie der USA (108.100). Zwar sind die internationalen Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls weiter angestiegen, das Niveau von 2019 konnte aber noch nicht erreicht werden (-7,6 Prozent).

Zuwachs an Gästezahlen als Auszeichnung für Hamburg

Laut Tourism Satellite Account (TSA), einem Forschungsprojekt des Deutschen Instituts für Freizeitforschung der FH Westküste, geben Tourist:innen in der Elbmetropole jährlich rund 9,6 Milliarden Euro aus. Damit leisten sie mit etwa 5,5 Milliarden Euro einen Beitrag an der Wirtschaftsleistung der Stadt. Die rund 77.000 Beschäftigten in der Tourismusbranche entsprechen einem Anteil von sechs Prozent der Erwerbstätigen in Hamburg. Dazu kommen etwa 16.800 Arbeitsplätze bei Zulieferern und Dienstleistern, die direkt und indirekt mit dem Tourismus verbunden sind. Das gesamte damit zusammenhängende Steueraufkommen für die Stadt Hamburg beträgt etwa 363 Millionen Euro. Und dies, obwohl die grundlegenden Rahmenbedingungen für die Tourismusbranche seit geraumer Zeit alles andere als einfach seien, so Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard: Pandemie, wirtschaftliche Lage der Haushalte, steigende Preise, Personalmangel – um nur einige der Herausforderungen zu nennen. Vor diesem Hintergrund ist der Zuwachs der Gästezahlen eine enorme Auszeichnung für Hamburg und zugleich eine größtmögliche Wertschätzung für die geleistete Arbeit aller Beteiligten.

Hamburg Tourismus: Investitionen in touristische Infrastruktur 

Laut Welttourismusorganisation UNWTO lassen die aktuellen Herausforderungen die Transport- und Unterbringungskosten in die Höhe schnellen. Touristen würden deshalb auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis abzielen und mehr im Heimatland reisen. Auch weiterhin vorherrschende Personalmangel streut Sand ins Branchengetriebe. HHT-Geschäftsführer Otremba zeigt sich zuversichtlich: „Die Investitionen in die touristische Infrastruktur, zum Beispiel in das Überseequartier, kreative Hotelprojekte und oder auch Freizeitaktivitäten werden Hamburg im Gespräch halten und damit eine große Zugkraft entwickeln.“ Auch das abwechslungsreiche Kulturangebot oder die von der HHT maßgeblich begleiteten Veranstaltungen, wie die Hamburg Cruise Days (8. bis 10. September), das neue Open Mouth – Hamburg Food Festival (14. bis 18. September) und das Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit (2. bis 3. Oktober), sollen einen wichtigen Beitrag zu einer kontinuierlich hohen Besucherfrequenz leisten. Die Attraktivität der Hansestadt soll auch die HHT-Dachkampagne „Weil wir Hamburg sind“ transportieren.
mm/sb