Neues Food Cluster für Hamburg

Nachhaltiger und gesünder, so wünschen sich immer mehr Menschen ihre Ernährung. In Hamburg sind im Umfeld der Food-Branche rund 123.000 Menschen beschäftigt, das sind rund 5,6% der Gesamtbeschäftigung. Die Food-Branche ist somit einer der wesentlichen Stützpfeiler der Beschäftigung in der Region – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zum Aufbau eines Clusters Ernährungswirtschaft der Behörde für Wirtschaft und Innovationen (BWI) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Innovation und Technik (iit). Ende Mai wurde sie von Senator Michael Westhagemann vorgestellt. „Aus wirtschaftspolitischer Sicht ist ein starkes Ernährungscluster erforderlich, welches als Netzwerk- und Vermittlungsplattform das Ziel verfolgt, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren der Ernährungswirtschaft in Hamburg und seiner Metropolregion zu stärken. Die Studie bietet Lösungsmöglichkeiten für eine Struktur, das Potential und die Handlungsempfehlungen für das zukünftige Food Cluster Hamburg“, so der Senator.
Gute Rahmenbedingungen für Food Cluster
Auf knapp 130 Seiten präsentiert die Studie eine umfassende Analyse der Food-Branche in Hamburg und bezieht dabei auch die 12 ‚Megatrends der Zukunft‘ mit ein. Der Begriff wurde von dem amerikanischen Zukunftsforscher John Naisbitt geprägt und die Studie nennt etwa Sicherheit, Gesundheit und Wissenskultur, die zu einem gesteigerten Bewusstsein der Verbraucher*innen für eine gesunde Ernährung geführt hätten. Weitere wichtige Kriterien seien „Bezahlbarkeit“, „Genuss“ und „Vielfalt“.
Um dem aus dieser Entwicklung zu erwartenden Innovationsdruck auf die Lebensmittelwirtschaft und -industrie zu begegnen, hat der Senat die Schaffung des neuen Food Clusters beschlossen. Die Rahmenbedingungen sieht die Studie als gegeben. Mit seiner breiten Branchenvielfalt im Food Bereich, einer Vielzahl von großen Weltmarktunternehmen aber auch vielen innovativen Unternehmen aus dem Ernährungshandwerk und nahen Dienstleitungsbereichen seien viele wichtige Grundlagen einer erfolgreichen Clusterarbeit für Stadt und Region vorhanden. Spezifische Alleinstellungsmerkmale liegen laut Studie zudem in der wichtigen Hub-Funktion Hamburgs für Lebensmittel mit dem Hafen, aber auch dem Großmarkt und den logistischen Funktionen der Stadt insgesamt.
Hamburg als „Food Standort“ stärken
Das zukünftige Food Cluster Hamburg soll sich in die bestehende Cluster Landschaft der acht Hamburger Wirtschaftscluster einfügen. Ziel der Clusterpolitik ist stets die Schaffung von Synergien zur Steigerung von Innovation und Wertschöpfung durch die Vernetzung aller relevanten Akteure. Durch das neue Food Cluster sollen speziell die Unternehmen im Ernährungssektor dabei unterstützt werden, die zu erwartenden Herausforderungen am Markt besser zu bewältigen, Hamburg als „Food Standort“ zu stärken und zu entwickeln, eine innovative Gründerszene zu schaffen und die Vernetzung zur wissenschaftlichen Forschung in Hamburg sicherzustellen.
ys/kk