Mobilitätswende: Start des Modellprojekts „Quartiersladen“

Hamburg erprobt innovatives Konzept für Ladesäulen in dicht besiedelten Stadtvierteln
23. August 2021
Symbolbild Elektromobilität

Bürger*innen in zwei Hamburger Modellquartieren können zukünftig auch ohne eigenen Stellplatz verlässlich die Ladeinfrastruktur zum Aufladen ihrer E-Fahrzeuge nutzen. Mit rund 1.300 öffentlichen Ladepunkten, die in Hamburg bereits zur Verfügung stehen, gehört die Hansestadt bundesweit zu den Spitzenreitern. Dennoch kann es vorkommen, dass diese belegt ist, wenn sie benötigt werden. Mit der Inbetriebnahme von zwei Ladesäulen im Norden Hamburgs (Hoheluft-Ost) ist das Modellprojekt Quartiersladen“ Mitte August offiziell gestartet. Weitere Quartiersladestationen sind in Planung.

Modellprojekt für eine bessere Ladeinfrastruktur in dichtbesiedelten Quartieren 

„Die meisten Ladevorgänge finden zu Hause oder am Arbeitsplatz statt. In dichtbewohnten Stadtquartieren ist allerdings private Ladeinfrastruktur kaum vorhanden“, so Wirtschaftssenator Michael Westhagemann. „Das Konzept ‚Quartiersladen‘ verfolgt das Ziel, den Anwohner*innen eine zuverlässige Lademöglichkeit für E-Autos zu bieten. So wird der Umstieg auf Elektromobilität auch in unseren Gründerzeitvierteln möglich.“ Anwohner*innen und Gewerbetreibende erhalten einen exklusiven Zugang zu Quartiersladestationen und können diese für einen Ladevorgang reservieren. Zwei weitere Ladestationen, ebenfalls mit Ökostrom, sollen am Standort Goldbek in Hamburg-Winterhude aufgebaut werden.

Die Quartiersladeinfrastruktur im öffentlichen Raum wird im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Forschungsprojekts Elbe (Electrify Buildings for Electric Vehicles) von der Behörde für Wirtschaft und Innovation, gemeinsam mit dem Unternehmen Hysolutions entwickelt, und Stromnetz Hamburg umgesetzt. Begleitet wird das Vorhaben vom Berliner DLR Institut für Verkehrsforschung.
cb/sb