Mobilitätswende: So treibt Hamburg den Ausbau der Radwege voran

2020 wurden mehr als 60 Kilometer Radwege gebaut und saniert. Velorouten & Co. – Das ist 2021 geplant
26. Januar 2021
Work on pop-up bike lane

Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Mobilitätswende: Im Jahr 2020 wurden in Hamburg insgesamt 62 Kilometer Radwege neu gebaut oder saniert – ein neuer Rekord. Dies entspricht, im Vergleich zum Vorjahr, einer Steigerung von 63 Prozent, so das Ergebnis der Radwegebilanz 2020, die von der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende Mitte Januar vorgestellt wurde. 

Bis 2030 sollen 80 Prozent der Wege klimafreundlich zurückgelegt werden

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende, betont die Bedeutung des Radverkehrs: „Die neu gebauten oder sanierten Radwege sind elementarer Baustein für eine erfolgreiche Mobilitätswende in Hamburg, mit der wir eine deutliche Veränderung im Modal Split erreichen wollen.“ Das Ziel sei klar definiert: Bis 2030 sollen 80 Prozent aller Wege in Hamburg im „Umweltverbund“ erfolgen, also im öffentlichen Nahverkehr, Rad- und Fußverkehr. „Der Radverkehr spielt dafür eine große Rolle“, so Tjarks weiter. Zudem sei der Bedarf nach einer sicheren und komfortablen Radinfrastruktur in Hamburg noch einmal deutlich angestiegen: 2020 gab es 33 Prozent mehr Radfahrende als im Vorjahr.

Hamburg: Veloroutennetz zu mehr als 65 Prozent fertiggestellt

Laut Radwegebilanz 2020 habe unter anderem der Ausbau des Veloroutennetzes im Jahr 2020 einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Auch hier verzeichne Hamburg einen Anstieg um 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr, auf etwa 25 Kilometer neu gebaute oder sanierte Radwegekilometer. Knapp zwei Drittel des gesamten Veloroutennetzes, mit 14 Routen und einer Gesamtlänge von rund 280 Kilometern, seien inzwischen fertiggestellt.

Pläne für 2021 

Zu den bekanntesten Radwegeprojekten 2020 zählten beispielsweise die Errichtung der Fahrradstraße in Altona (Thadenstraße), der bis zu 4,75 Meter breite Radweg auf dem Ballindamm und die Pop-up-Bikelanes Beim Schlump und auf der Max-Brauer-Alle. Für 2021 stehen unter anderem die Fahrradstraße auf der Veddel, Veloroute 10, der Umbau der Hannoverschen Straße in Harburg mit einer protected Bikelane sowie die Umgestaltung der Schlüterstraße in Eimsbüttel auf dem Programm. Auch Hamburgs größtes Park + Bike Parkhaus an der U-Bahnstelle Kellinghusenstraße soll noch im Frühjahr 2021 eröffnet werden.

Mit der Mobilität der Zukunft, wie nachhaltige Lösungen für Städte und Bürger, beschäftigt sich auch der ITS-Weltkongress 2021. Vom 11. bis 15. Oktober findet in Hamburg der weltweit führende Kongress für intelligente Transportsysteme und Services statt. Die Hansestadt selbst wird mit rund 40 Projekten vertreten sein, darunter der autonome Shuttlebus HEAT.
sb/kk