Kultur

Future Fonds für mehr Nachhaltigkeit in Hamburger Musikclubs

25. Mai 2023
Kulturbehörde und Clubkombinat wollen Clubbetrieb klimafreundlicher gestalten und fördern deshalb sechs Musikclubs

Auch die Hamburger Clubszene will sich für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz einsetzen. Dafür haben das Clubkombinat Hamburg und die Behörde für Kultur und Medien (BKM) das Förderprogramm „Future Fonds Hamburg“ an den Start gebracht. Damit sollen Hamburger Musikclubs bei einem klimafreundlicheren und umweltschonenderen Betrieb unterstützt werden. Im Rahmen des Programms werden nun Fördergelder an sechs Clubs vergeben, mit deren Hilfe eine Stelle für Nachhaltigkeitsmanager:innen besetzt werden kann. Dafür stellt die BKM monatlich einen Zuschuss von 700 Euro zu Verfügung. Das Programm ist für die Jahre 2023 und 2024 angesetzt. Insgesamt unterstützt die BKM die nachhaltige Transformation von Clubs dabei mit 140.000 Euro.

Wo und wie der Future Fonds umgesetzt wird

„Mit dem Future Fonds gehen wir in Hamburg einen weiteren Schritt zu einem nachhaltigeren Betrieb der Kultureinrichtungen“, sagt Kultursenator Dr. Carsten Brosda. „Die Fördermittel des Future Fonds versetzen Clubs in die Lage, sich intensiv mit der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen zu beschäftigen und wirksame Maßnahmen umzusetzen“, ergänzt Thore Debor vom Clubkombinat Hamburg. Gefördert werden die Hebebühne, das Uwe, der Kent Club, das Uebel & Gefährlich, das Moondoo und die Fabrique. Auf Grundlage einer Ausgangsbilanz sowie einer Konzeptskizze sollen dort die neuen Nachhaltigkeitsmanager:innen konkrete Maßnahmen zu einem nachhaltigeren Betrieb erarbeiten und umsetzen. Gleichzeitig hat das Clubkombinat eine Koordinierungsstelle Nachhaltigkeit eingerichtet, um die Umsetzung des Future Fonds zu begleiten.

Warum Hamburger Musikclubs auf Nachhaltigkeit setzen

Der Hamburger Future Fonds basiert auf dem bundesweiten Code of Conduct „Zukunft feiern“. Die freiwillige Selbstverpflichtung wurde von der Initiative Clubtopia mit Unterstützung der Initiative Musik und der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien entwickelt. Darin bekennen sich die teilnehmenden Clubs zu einem umfassenden Nachhaltigkeitskonzept, das effektive und sozialverträgliche Klimaschutzmaßnahmen im Clubbetrieb vorsieht. Die im Rahmen des Future Fonds geförderten Hamburger Musikclubs haben den Code of Conduct ebenfalls unterzeichnet. „Die Clubs erfüllen damit auch Erwartungen ihrer Besucher:innen, denen das Thema Nachhaltigkeit zunehmend wichtiger wird“, erklärt Brosda.
nj/sb

Quellen und weitere Informationen

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