Wasserstoff

Erste Wasserstofflieferung aus den Emiraten erreicht Hamburger Hafen

25. Oktober 2022
Elbmetropole soll zum Umschlagplatz für Wasserstofflieferungen werden. Dafür werden internationale Lieferketten mit den VAE aufgebaut

Der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft erfordere auch den Import von Wasserstoff, so Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Gemeinsam mit Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann nahm Habeck am Freitag (21. Oktober 2022) die erste Wasserstofflieferung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) von Sultan Ahmed Al Jaber im Hamburger Hafen entgegen. Die beiden Länder bauen ihre Energiepartnerschaft aus. Hamburg soll so zum Umschlagplatz für Wasserstoff werden. Außerdem wird der gelieferte Wasserstoff bereits von der Industrie vor Ort genutzt. Das sind die Pläne der Partnerländer und der Hansestadt.

Kooperation zwischen VAE und Deutschland: Wasserstofflieferkette aufbauen

„Als ich vor sieben Monaten in den Vereinigten Arabischen Emiraten war, wurde vereinbart, eine integrierte Wasserstoff-Lieferkette zwischen den VAE und Deutschland aufzubauen“, sagte Habeck im Hamburg. Auch die erste Lieferung nach Hamburg hatte Habeck während der Delegationsreise in Abu Dhabi im März 2022 vereinbart. „Heute nehmen wir die erste Testladung kohlenstoffarmen Ammoniaks aus den VAE hier in Hamburg in Empfang“, so Habeck weiter. Der gelieferte Wasserstoff wurde in Form von „blauem“ Ammoniak verschifft. Dieses gelte als emissionsarm und stehe, anders als grünes Ammoniak, bereits in größeren Mengen zur Verfügung, heißt es vonseiten des Hamburger Senats. Die Testlieferungen seien außerdem wichtig für den Aufbau zukünftiger Lieferketten für grünen Wasserstoff.

Wasserstoff in Hamburg: Import und Vertrieb sowie Nutzung durch Industrie

„Unser Hafen bietet hervorragende Voraussetzungen für den Import und den Vertrieb von regenerativen Energieträgern“, ergänzte Tschentscher. Als weltweit vernetzte Handels- und Logistikmetropole könne Hamburg seine Expertise in die Energiepartnerschaft zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten einbringen. Außerdem nutze der Hamburger Metallhersteller Aurubis bereits die ersten Wasserstofflieferungen. Die klimaneutrale Umstellung der energieintensiven Kupferproduktion mithilfe des emissionsarmen Ammoniaks solle dadurch ermöglicht werden, heißt es in einer Mitteilung.

Weitere Wasserstofflieferung nach Hamburg geplant

Eine zweite Lieferung soll Hamburg Anfang November 2022 erreichen und vor Ort weitere Abnehmer finden. Deutschland und die VAE wollen darüber hinaus gemeinsam Energieprojekte im Bereich Klimaschutz und Dekarbonisierung fördern. Die beiden Länder arbeiten bereits seit 2017 zusammen, um erneuerbare Energien und die Wasserstoffwirtschaft auszubauen. Die VAE wollen bis 2050 die Klimaneutralität erreichen und richten die UN-Klimakonferenz 2023 aus.
nj/sb

Quellen und weitere Informationen

Ähnliche Artikel

Hamburg baut regionale und internationale Wasserstoffkooperationen aus

Auf dem Weg zur Wasserstoffwirtschaft: Hamburg kooperiert mit Kanada. Norddeutsche Wasserstoffnetzwerke vereinbaren Zusammenarbeit

Wasserstoff-Import: Hamburg kooperiert mit Lateinamerika

Hamburger Delegation reiste nach Chile, Uruguay und Argentinien. Importstrategie für grünen Wasserstoff weiter vorangetrieben

Wasserstoff: Japanische Wirtschaftsakteure besuchen Norddeutschland

Wasserstoffinitiative HY-5 stellt einer japanischen Delegation wichtige Wasserstoffprojekte in Norddeutschland vor. Das sind die Stationen der Reise

Hamburg stellt Wasserstoff-Importstrategie vor

Green Hydrogen Hub Europe: Wie die Elbmetropole bis 2030 zur europäischen Drehschreibe für grünen Wasserstoff werden will
Die von uns eingesetzte Consent Management Plattform (https://app.usercentrics.eu/) konnte nicht geladen werden. Dies kann passieren, wenn AdBlocker diese URL fälschlicherweise blockieren. Einige Funktionen, wie z.B. Kartendarstellungen, Umkreissuchen oder Formulare, können so nicht verwendet werden. Um diese Funktionen benutzen zu können, deaktivieren Sie bitte Ihren AdBlocker oder erlauben Sie den Zugriff auf *.usercentrics.eu.