SXSW - © Merrick Ales
Eine Q&A-Session während der SXSW 2017 - © Ann Alva Wieding/SXSW

Rückblick: die Digital- und Kreativmesse South by Southwest 2017

Im vergangenen Jahr reisten rund 70 Hamburger Unternehmen und Startups nach Texas. Wir blicken auf die SXSW 2017 zurück

Vom 10. bis zum 19. März 2017 fand die internationale Kreativmesse South by Southwest (SXSW) im texanischen Austin statt. Zum 30. Mal kamen Kreative, Startups und Medienakteure zusammen, um über aktuelle und zukünftige Trends in der Kreativbranche zu diskutieren. Rund 70 Hamburger Unternehmen und Startups machten sich auf den Weg in den Süden Amerikas, um sich einem internationalen Publikum zu präsentieren und neue Kontakte zu knüpfen. Vor allem für junge, innovative Unternehmen gilt das Event als Sprungbrett in die USA und den Rest der Welt. Wir werfen einen Rückblick auf die SXSW 2017.

Etabliertes Format: Reeperbahn-Hamburgers

Während des 10-tägigen Festivals kamen rund 70.700 Teilnehmer aus 95 Ländern zusammen, denen eine Auswahl von mehr als 2.000 Konferenzsessions zur Verfügung stand. Finanziert durch die Stadt Hamburg und maßgeblich von der Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft und dem Reeperbahn Festival organisiert, fanden während der SXSW Networking Events, Unternehmens- und Produktpräsentationen sowie Music Showcases statt. Diese umfassten Startup-Pitches ebenso wie Panel-Teilnahmen und Veranstaltungen für Multiplikatoren. So hat sich z. B. im Laufe der Jahre das Format Reeperbahn-Hamburgers etabliert. Auch 2017 präsentierten Hamburger Unternehmen und Startups ihre Ideen in lockerer Atmosphäre und kamen bei kostenlosen Getränken und Burgern mit potenziellen Interessenten bzw. Geschäftspartnern ins Gespräch.

Startups mit Social-Business-Modellen

Zu den rund 70 Hamburger Unternehmen, die nach Texas reisten, gehörten mitunter vier Startups, deren Ideen aus dem Social-Business-Bereich stammen. Diese haben es sich zur Aufgabe gemacht, soziale, ökologische oder gesellschaftliche Probleme zu lösen. Vertreten war z. B. das Startup Refugee First Response Center (RFRC), welches Sprachbarrieren von Zugewanderten entgegenwirken will – mithilfe von Hightech-Containern samt Dolmetscherdienst. Zudem waren der in Hamburg bereits etablierte, faire Getränkehersteller Lemonaid und die Non-Profit-Organisation Viva con Agua mit von der Partie. Auch das 2016 gegründete Startup Nüwiel basiert mit seinem elektrisch betriebenen Fahrradlastenanhänger auf einem Social-Business-Ansatz. Mit dieser innovativen Erfindung verfolgt das junge Unternehmen die Vision, die Stadt von Stau, Lärm und Luftverschmutzung zu befreien.

Von eHealth- bis hin zu Tech-Startups

Darüber hinaus präsentierte sich die breite Palette der jungen Hamburger Startup-Szene in Austin. So treibt Connected Health die Digitalisierung des Gesundheitswesens voran, indem es LifeTime Hubs einsetzt, mit denen sich Patientendaten in Arztpraxen lokal und sicher übertragen lassen. Jonathan Kurfess, der 2014 Appinio mitgründete, war vergangenes Jahr bei der SXSW dabei, um seine Marktforschungslösung via App über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt zu machen. Den Usern wird ein Anreiz durch Guthaben geboten, das an soziale Projekte gespendet oder in Gutscheine eingelöst werden kann. Auch die ausgeprägte Hamburger Tech-Szene war bei der SXSW mit Picalike, einem Softwareanbieter im Bereich der visuellen Suche, und Puttview, das eine Augmented-Reality-Lösung für das Golftraining bietet, gut vertreten. Auch das Startup Baqend samt seiner Cloud-Backup-Lösung, mit der langsame Webseiten und Apps der Vergangenheit angehören, ließ sich in Austin inspirieren.
sb

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