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Neues Fernsehen © StockSnap / pixabay

Studie: Wie lange wird das klassische Fernsehen überleben?

Laut einer Untersuchung von nextMedia.Hamburg ersetzt bereits die Hälfte der Deutschen klassisches TV durch neue Bewegtbild-Technologien

Das lineare Fernsehen lebt, doch die Zukunft von klassischen Bewegtbild-Angeboten ist offener denn je. Zu diesem Schluss kommmt eine repräsentative Studie von nextMedia.Hamburg, die im Vorfeld der Bewegtbild-Konferenz newTV Kongress von Statista durchgeführt wurde. Demnach wird lineares Fernsehen weiterhin von 80 Prozent der Deutschen konsumiert und lässt Bewegtbild-Angebote von Videoplattformen (67 Prozent), Mediatheken (59 Prozent) und On-Demand-Anbietern (53 Prozent) deutlich hinter sich.

Wo schauen Sie Bewegtbild-Inhalte?
Statista/nextMedia.Hamburg © Statista / nextMedia.Hamburg

Dabei offenbaren die Ergebnisse der Studie ein deutliches Generations-Gefälle beim Bewegtbild-Konsum: So schauen 87 Prozent der 50- bis 65-Jährigen regelmäßig lineares Fernsehens, während nur 35 Prozent derselben Altersklasse Video-on-Demand-Angebote nutzen. Anders sieht es bei der jüngeren Konsumentengruppe aus: Bewegtbild-Inhalte von Videoplattformen wie YouTube (81 Prozent) und Video-on-Demand-Angebote (73 Prozent) sind bei den 18- bis 29-Jährigen am beliebtesten, das lineare Fernsehen kommt bei diesem Vergleich auf nur 67 Prozent.

Media Innovation Report von nextMedia.Hamburg
Statista/nextMedia.Hamburg © Statista / nextMedia.Hamburg

Ähnlich unterschiedliche Ansichten werden deutlich, wenn es um eine Einschätzung der Überlebenschancen klassischer TV-Formate wie Samstagabend-Shows, Talk- & Reality-Shows, Serien und Telenovelas geht. Weniger als die Hälfte der 18- bis 29-jährigen (44 Prozent) ist der Auffassung, dass alle diese Formate auch in fünf Jahren noch existieren. Die jungen Bewegtbildnutzer halten zu etwa zwei Dritteln (65 Prozent) ein generelles Aussterben des linearen Fernsehens in den nächsten zehn Jahren für möglich. Die ältere Generation teilt diese Prognose nicht: 74 Prozent der 50- bis 65-Jährigen meinen, dass in den nächsten fünf Jahren keine dieser klassischen TV-Formate verschwinden werden. Ebenso zeigen sich 70 Prozent der Älteren davon überzeugt, dass lineare Fernsehangebote auch die nächsten zehn Jahre überleben.

Mit wem wird Fernsehen geschaut?

Die Zeiten des gemeinschaftlichen Bewegtbild-Konsums in Gruppen mit mehr als zwei Personen seien vorbei, so die Studie weiter. So konsumieren nur noch elf Prozent der Befragten Bewegtbild am häufigsten mit der Familie. Vielmehr schaut fast jeder zweite Deutsche Bewegtbild am häufigsten alleine (48 Prozent). Das gilt insbesondere für die 18- bis 29-Jährigen (61 Prozent). Auch die ältere Generation (50 bis 65 Jahre) guckt am häufigsten alleine (47 Prozent).

Die repräsentative Studie wurde von Statista, im Auftrag der nextMedia.Hamburg, zwischen dem 7. und 12. Januar 2019 durchgeführt. Insgesamt haben 1.000 Personen teilgenommen. Weitere Fakten, Trends und Diskussionen zum Thema Bewegtbild gibt es am 28. März 2019 beim newTV Kongress zu entdecken, der sein zehntes Jubiläum mit einer Neuausrichtung in der Hamburger HafenCity feiern wird.
js/sb

Weitere Informationen:
www.newtv-kongress.de
www.newtv-kongress.de/tickets

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