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Vertrauen der Deutschen in Künstliche Intelligenz steigt © nextMedia.Hamburg

Studie: Vertrauen der Deutschen in Künstliche Intelligenz wächst

Laut einer Untersuchung von nextMedia.Hamburg steigt die Akzeptanz von KI. Gewünscht werden aber klare Leitlinien für den Umgang mit KI

Ob in der Wissenschaft, Medizin, im Verkehr oder in zahlreichen weiteren Bereichen, der Einfluss von Künstlicher Intelligenz (KI) nimmt stetig zu – und so auch die Akzeptanz in der deutschen Bevölkerung. Demnach können sich mittlerweile 83 Prozent der Deutschen vorstellen, mit einer KI zu kommunizieren. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 58 Prozent. Dies belegt eine repäsentative Online-Studie von Statista, die im Auftrag der Standortinitiative nextMedia.Hamburg durchgeführt und Mitte August 2019 veröffentlicht wurde. Weiterhin ergibt die Untersuchung, dass sich die Befragten klare Leitlinien für den Umgang mit KI und Hinweise, wenn sie zum Einsatz kommt, wünschen. Das Vertrauen wachse insbesondere bei automatisch generierten Kurzmeldungen.

Wie glaubwürdig sind automatisch generierte Texte?

Als geeignete KI-Formate ziehen die Befragten vor allem Wetterberichte (63 Prozent) und Verkehrsnachrichten (51 Prozent) in Betracht. Eine starke Skepsis herrscht laut Studie dagegen bei KI generierten politischen Berichten: Lediglich 13 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, diese zu konsumieren. Auch die Glaubwürdigkeit von automatisch erstellten Texten führt zu einer Verunsicherung. Während 43 Prozent KI-Nachrichten für glaubwürdig halten, hegen 57 Prozent Zweifel. So befürchten die Deutschen beispielsweise, dass Entwickler die KI für ihre eigene Agenda missbrauchen könnten. Ein weiterer Kritikpunkt besteht darin, dass eine Künstliche Intelligenz nicht für Inhalte verantwortlich gemacht werden kann.

© nextMedia.Hamburg

Mehrheit der Deutschen wünscht sich Kennzeichnung

Weiterhin deckt die Studie auf, dass 77 Prozent der Deutschen eine Kennzeichnung von KI-Anwendungen, zum Beispiel von automatisch generierten Texten, befürworten. Lediglich zehn Prozent der Bundesbürger wünschen sich eine „Vermenschlichung” von Künstlicher Intelligenz. Dies könnte beispielsweise die Gleichstellung des menschlichen und KI-getriebenen Schöpungsprozesses umfassen. Im Zuge dessen lässt die Untersuchung erkennen, dass die Unterscheidung zwischen automatisch und menschlich verfassten Texten immer schwieriger wird: Im Test konnten 39 Prozent der Befragten den richtigen KI-Text identifizieren.

Die Zukunft des Journalismus im Scoopcamp 2019

Die repräsentative Studie wurde im Vorfeld der Innovationskonferenz Scoopcamp durchgeführt, die am 25. September 2019 bereits zum 11. Mal in der Hamburger Speicherstadt stattfindet. Seit 2009 lädt Hamburg@work, und seit 2014 nextMedia.Hamburg, zusammen mit der dpa Deutsche Presse-Agentur mehr als 250 Experten, Entscheider und Innovatoren der IT- und Medienbranche zur Diskussion über Trends ein. Im Fokus der diesjährigen Ausgabe stehen Fragen, wie: Welche Innovationen brauchen Medien? Und welche Ideen für die Zukunft des Journalismus lassen sich bereits jetzt im Berufsalltag verwirklichen?
cf/sb/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.nextmedia-hamburg.de

nextMedia.Hamburg

nextMedia.Hamburg ist die Standortinitiative der Hamburger Digital- und Medienwirtschaft.
Sie wird gemeinsam getragen und gestaltet von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, dem Verein Hamburg@work, der Hamburg Kreativ Gesellschaft sowie engagierten Unternehmen und Persönlichkeiten.

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