Hamburg-News-media-it-creative-industries-innovation-future-business
Scoopcamp Studie - © Statista/nextMedia.Hamburg

Studie: Deutsche haben Print noch nicht abgeschrieben

Ergebnisse einer Studie im Auftrag von nextMedia.Hamburg. Wie verändert sich der Medienkonsum?

Im Vorfeld der Medienkonferenz scoopcamp 2018 sind die Marktforscher von Statista mit einer repräsentativen Studie im Auftrag von nextMedia.Hamburg der Frage nachgegangen, wohin uns die Digitalisierung führt. Das Ergebnis sind gute Nachrichten für die klassischen Medien: Eine knappe Mehrheit der Deutschen (57 Prozent) glaubt, dass Printprodukte eine Zukunft haben. Besonders die Altersgruppe über 30 Jahre glaubt weiter an einen Fortbestand der altbewährten Tageszeitung. Die jüngeren Befragten, wenn auch knapp, prognostizieren eher eine baldige Ablösung durch Smartphone und Co.

Virtual Realitiy im Kommen

Print-Medien müssen sich ihre Zielgruppe demnach mit neuen Medien wie etwa Virtual Reality teilen. So wissen die Deutschen genau, welche Medienbereiche sie gern in Virtual Reality erleben möchten: 67 Prozent der Befragten wollen Inhalte zu Natur-Themen über VR erleben. Bei den über 50-Jährigen sind es sogar 72 Prozent. Etwa die Hälfte der Befragten interessiert sich hier für Sport oder Wissenschaft. Nur ein Drittel kann sich für Kultur oder Politik über VR begeistern.

Natur-Content sollte laut Studie am besten als Dokumentation (72 Prozent) oder Reportage (62 Prozent) aufbereitet werden. Auch Live-Formate kommen gut an: 56 Prozent wollen direkt dabei sein, wenn etwas Aufregendes passiert, denn der Mehrwert von VR liegt laut Befragten hauptsächlich in der besseren Erlebbarkeit.

Skepsis gegenüber Künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenzen halten immer weiter Einzug in den Journalismus. Dennoch sind 45 Prozent der Deutschen der Meinung, dass sich diese Technologie nicht durchsetzen wird. Entsprechend skeptisch stehen sie automatisierten Nachrichten gegenüber: 49 Prozent sind hier eher kritisch, 28 Prozent lehnen diese News ganz ab. Nur drei Prozent halten Roboterjournalismus für sinnvoll. Diese Einschätzungen spiegeln sich in der Bewertung der Glaubwürdigkeit automatisierter Nachrichten wider: 43 Prozent halten diese Meldungen für unglaubwürdig, nur 18 Prozent schenken diesem Content Glauben, die restlichen 39 Prozent können die Glaubwürdigkeit gar nicht einschätzen. Entsprechend nachvollziehbar: 91 Prozent der Deutschen sprechen sich für eine Kennzeichnung von automatisiert erstellten Artikeln aus.
js/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.presseportal.de
www.nextmedia-hamburg.de

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.