Hamburg-News-media-it-creative-industries-innovation-future-business
M28 Erdgeschoss VRHQ Nicola Chibac - © Hamburg Kreativ Gesellschaft / Leon Daniel

Startschuss für Kreativspeicher mit VR Headquarter

In der historischen Speicherstadt gibt es einen neuen Zukunftsort: Künstler, Kreative und VR-Startups kooperieren dort mit Forschung und Wirtschaft

Noch riecht es nach Reinigungsmitteln und durch die Baugerüste vor den Fenstern ist es auch noch etwas dunkel – aber das soll sich bald ändern. Mit der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten im Speicherblock M28 in der historischen Speicherstadt durch die Hamburger Hafen und Logistik AG fällt der Startschuss für ein neues Zentrum für Hamburgs Kultur- und Kreativwirtschaft.

Als Hauptmieterin übergibt die Hamburg Kreativ Gesellschaft das Erdgeschoss und sechs weitere Böden des Speicherblocks mit insgesamt rund 4.200 Quadratmetern an ihre Mieter. In den kommenden Wochen entstehen dort unter anderem Studios für Musik- und Tonproduktionen sowie Künstler- und Kreativateliers. „Innovative Ideen und kreative Konzepte brauchen den nötigen Raum, um sich entwickeln zu können – der Kreativspeicher M28 schafft hierfür ideale Voraussetzungen”, sagte Dr. Carsten Brosda, Hamburgs Senator für Kultur und Medien am Montag bei der Eröffnung.

Europaweit einzigartig: VR-Headquarter

Einen Schwerpunkt bildet die Virtual-Reality-Technologie: Mit dem Virtual Reality Head Quarter (VRHQ), das auf drei Böden vertreten sein wird, können Menschen sich mit modernen VR-Anwendungen beschäftigen und sich mit anderen austauschen. Die Initiatoren des VRHQ, die vier Hamburger Start-ups Noys VR, Spice VR, Spherie und VR Nerds, richten im Kreativspeicher eine gemeinsame Arbeits- und Ausstellungsfläche ein. “So etwas gibt es in Europa bisher noch nicht”, so einer der Gründer.

Transfer zwischen Forschung und Wirtschaft

Ergänzt wird dieser Schwerpunkt durch das Forschungs- und Transferzentrum Digital Reality der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg. Studierende und Absolventen aus unterschiedlichen Disziplinen (Games, Künstliche Intelligenz, 3D-Tongestaltung, User Interface und User Experience Design u.a. ) können hier an neuen Virtual-Reality-, Augmented-Reality- oder Mixed-Reality-Anwendungen arbeiten, die sowohl der Wissenschaft als auch der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden sollen.

Ideen brauchen Orte

„Ideen brauchen Orte, an denen sie sich entfalten können. Die Speicherstadt war zu allen Zeiten ein Platz für Neues. Deshalb passt das Projekt der Hamburg Kreativ Gesellschaft in den von der HHLA hergerichteten Speicher M28”, so Dr. Roland Lappin, Vorstandsmitglied der Hamburger Hafen und Logistik AG. Für die Sanierung wurden neun Millionen Euro in die Hand genommen.

Die weiteren Böden werden unter anderem von Studiogemeinschaften zur Design-, Film- und Musikproduktion (XYZ Space) und jungen Labels für nachhaltiges Modedesign (Jan’n June) belegt sowie als Ateliers und Arbeitsplätze für Kreativschaffende der Sparten Grafik, Illustration, Malerei, Bildhauerei und Fotografie, Architektur, Objektbau und Film genutzt.

Mit dem Kreativspeicher M28 wird der erste Teilabschnitt der 2012 im Senat beschlossenen 10.000 Quadratmeter für Kultur und kreativwirtschaftliche Nutzung in der Speicherstadt verwirklicht.
kk

Quelle und weitere Infomationen:
www.kreativgesellschaft.org

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.