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 Bereitschaft KI-Artikel zu lesen steigt © nextMedia.Hamburg

Studie: Bereitschaft KI-Artikel zu lesen steigt

Eine Untersuchung von nextMedia.Hamburg zeigt die Zahlungsbereitschaft für Journalismus. Was Leser sich vor allem wünschen

Das Vertrauen in KI -generierte Texte wächst: 40 Prozent der Deutschen würden lieber einen kostenlosen KI-Artikel konsumieren, als einen zahlungspflichtigen Text, der von einem ausgebildeten Journalisten geschrieben wurde. Das zeigt der zweite Teil des Media Innovation Report von nextMedia.Hamburg, der im Vorfeld des 11. Scoopcamp gemeinsam mit Statista durchgeführt wurde. Die Medienkonferenz in Hamburg beschäftigt sich am kommenden Mittwoch (25.9.) mit der Zukunft des Journalismus. Der Studie zufolge ist jeder zweite Deutsche nicht bereit, für journalistische Angebote zu bezahlen. Darüber hinaus werden öffentlich-rechtliche Inhalte von 69 Prozent der Befragten für glaubwürdig gehalten, während Blogs und Influencer dagegen als deutlich unglaubwürdiger gelten.

Kostenlose Inhalte werden zunehmend bevorzugt

49 Prozent der Befragten wollen kein Geld für journalistische Angebote ausgeben und bevorzugen kostenlose Inhalte. Gleichzeitig zeigten sich insgesamt nur zehn Prozent der Teilnehmer dazu bereit, mehr als 15 Euro monatlich für journalistische Angebote auszugeben. Dabei zeigt ein Blick auf die Altersgruppen, dass die 50- bis 65-Jährigen, die mit dem klassischen Medien-Model aufgewachsen sind, weniger zahlungsbereit sind, als die jüngere Generation, die kostenlosen Content gewöhnt sein dürfte. Während bei den 19- bis 29-Jährigen insgesamt 38 Prozent eine Zahlungsbereitschaft von null Euro angaben, waren es 58 Prozent der 50- bis 65-Jährigen.

Glaubwürdigkeit der journalistische Akteure
© nextMedia.Hamburg

Inhalte von Öffentlich-Rechtlichen Sendern am glaubwürdigsten bewertet

Was ist den Deutschen bei der Arbeit von Journalisten am wichtigsten? Die Antwort ist eindeutig: Für 60 Prozent der Befragten gilt Ehrlichkeit als wichtigstes Kriterium. Erfahrung (13 %), Quellen (12 %) und Authentizität (12 %) folgen mit deutlichem Abstand. Dabei werden öffentlich-rechtliche Inhalte weiterhin als am vertrauenswürdigsten wahrgenommen. 69 Prozent der Befragten schätzen diese Angebote als „eher glaubwürdig” ein, 24 Prozent sogar als „sehr glaubwürdig”. Ähnlich verlässlich werden Print- und Online-Redaktionen bewertet. Privatsender, Blogs und Influencer schneiden dagegen nicht besonders gut ab. Dennoch habe das Anti-CDU-Video des YouTubers Reza 14 Prozent der 18- bis 29-Jährigen bei ihrer Europawahlentscheidung beeinflusst, so die Studie. Insgesamt beeinflusste das Video neun Prozent der Befragten, während 59 Prozent einen Einfluss verneinten. Jeder Dritte kannte das Video nicht.
cf/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.nextmedia-hamburg.de

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