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Musical Paramour © Stage Entertainment GmbH

Paramour: Artistik trifft Musical

10 Millionen Euro kostet die Koproduktion der Stage Entertainment GmbH mit dem Cirque du Soleil. Auch Hamburg profitiert im Erfolgsfall

Hamburg ist die drittgrößte Musicalstadt der Welt nach New York und London, das setzt Maßstäbe. Die Musicalmacher in der Hansestadt müssen hohen Erwartungen gerecht werden. Und so arbeitet die Stage Entertainment für ihre neueste Produktion erstmals mit dem Cirque du Soleil zusammen. „In Paramour wird die Artistik als vierte Erzähldimension neben dem Musical-Dreiklang aus Tanz, Gesang und Schauspiel hinzukommen“, erklärt Stephan Jaekel, Unternehmenssprecher der Stage Entertainment GmbH.

Paramour-Cast umfasst 40 Künstler, davon 22 Akrobaten

Erzählt wird eine klassische Dreiecksgeschichte in der goldenen Ära Hollywoods: Ein neuer, sagenhafter Film soll entstehen und die junge Schauspielerin Indigo ist hin- und hergerissen zwischen dem ehrgeizigen Regisseur und einem begabten Musiker. Das bietet Leidenschaft und Romantik, das 'Showbiz’-Setting wiederum sorgt dafür, dass die Artistik nicht nur schmückendes Beiwerk bleibt, sondern zu einem „handlungstragenden Element“ wird, verspricht Jaekel. Mit insgesamt 40 Künstlern – davon 22 Akrobaten – bringt die Stage Entertainment die bislang größte Besetzung eines Hamburger Musicals auf die Bühne.

Broadway-Musical feiert am 14. April Europapremiere

Am 14. April feiert Paramour seine Europapremiere in Hamburg – Uraufführung war am 25. Mai 2016 im Lyric Theatre am Broadway. In Hamburg löst das Musical Aladdin im Stage Theater Neue Flora ab. Vier Monate hat die Stage Entertainment für den Aufbau veranschlagt. „Das ist für ein Musical ungewöhnlich lange und ist dem komplizierten Zusammenspiel aus Artistik und klassischem Musical geschuldet“, erklärt Jaekel. Schließlich müsse sowohl die Sicherheit als auch der künstlerische Anspruch gewährleistet sein. Dazu sind mehr als 10 Millionen Euro in die Show geflossen. Damit die wieder eingespielt werden, muss alles „wie am Schnürchen klappen.“

600 Millionen Euro externe Wertschöpfung

Wird Paramour ein Erfolg, dürfte auch Hamburg davon profitieren. „Unsere vier großen Musicals führen pro Jahr zu einer externen Kundenwertschöpfung von mehr als 600 Millionen Euro”, betont Jaekel. Das umfasse Einnahmen der Hamburger Hotellerie, Gastronomie, dem Einzelhandel und anderen kulturellen Einrichtungen. Paramour habe das Potenzial gar einen überproportionalen Anteil an dieser Wertschöpfung zu entwickeln, „da allein schon die Innovation 'Cirque du Soleil trifft auf Musical’ von Anfang an nationale Gäste anlockt – die ja länger in der Stadt bleiben als Besucher aus Hamburg und Umgebung.“

Kultur- und Kreativwirtschaft ist Wachstumsbranche

Der „Musical-Mehrwert“ steht inzwischen auf einer soliden Basis. Mehr als 30 Jahre hält der Musical-Boom in Hamburg nun schon an – seit „Cats“ von Sir Andrew Lloyd Webber 1986 im Operettenhaus Deutschlandpremiere feierte und dort 14 Jahre lang am Stück lief. Der König der Löwen geht im Stage Theater am Hafen inzwischen gar ins 18. Jahr. Doch nicht nur die Musicals sind für Hamburg ein Wirtschaftsfaktor geworden. In der Metropolregion arbeiten mehr Menschen in der Kultur- und Kreativwirtschaft als im Bundesdurchschnitt und die Unternehmen erwirtschaften höhere Umsätze – so das Fazit des Anfang Februar vorgelegten Datenberichts zur Kultur- und Kreativwirtschaft in der Metropolregion Hamburg.
ys/sb

Quelle und weitere Informationen
www.stage-entertainment.de

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