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OMR rocken die Messehallen - 50.000 Besucher erwartet

Zu ihrer ersten Konferenz kamen 200 Besucher. Heute könnte es selbst in den Messehallen bald eng werden. What's next? OMR-Chef Philipp Westermeyer im Interview

Vor acht Jahren sind sie in der Bucerius Law School gestartet – zur Digitalkonferenz kamen 200 Besucher. Dann ging es weiter in die Große Freiheit, Stage Theater, St. Pauli-Stadion. Heute ist das OMR Festival eine der weltweit größten Veranstaltungen für digitales Marketing. Die OMR wären nicht die OMR, wenn sie es dabei belassen würden. What’s next? Hamburg News sprachen mit OMR-CEO Philipp Westermeyer.

Hamburg News: Ihr erwartet über 50.000 Besucher und selbst in den Messehallen könnte es bald eng werden. Vor dem Festival ist vor dem Festival. Wie sind eure Pläne für 2020 und darüber hinaus? Und sage bitte nicht, es gäbe keine.

Westermeyer: Wir planen gar nicht so weit. Wir denken wirklich immer von einem Festival zum nächsten und schauen, was sich für Möglichkeiten ergeben. Die ganz grobe Vision ist es ein modernes Medienhaus zu bauen, das auf verschiedenen Pfeilern steht. Zu den Pfeilern gehören Live-Formate, aber auch Podcasts oder Digital Content in verschiedenen Formen. Möglicherweise sogar zu einer größeren Bandbreite an Themen, über Digital Marketing hinaus. Und ganz wichtig: Verschiedene Erlösströme – Tickets, Sponsorings, Brand Partnerships, vielleicht am Ende sogar Gastro.

Hamburg News: Um das OMR-Festival herum docken sich schon jetzt immer immer mehr neue Formate und Spezial-Events an, die Entscheidung fällt schon jetzt immer schwerer.

Westermeyer: Die vielen Side-Events freuen uns natürlich. Am Ende werden wir es niemals alleine schaffen ein Event von internationalem Format weiter auszubauen. Man braucht dafür viele Partner, die Stadt im Rücken sozusagen und die Side-Events reflektieren das. Wir sehen schon die Chance auch besucherseitig etwas zu wachsen, klar, gerade international ist großes Potenzial, aber so konkret in Zahlen haben wir das wirklich nicht geplant bislang.

Hamburg News: Ihr seid super erfolgreich mit euren Podcasts. Sollte man jetzt noch auf diesen Zug aufspringen oder was kommt als nächstes?

Westermeyer: Podcasts hören sollte man auf jeden Fall, hehe. im Ernst: Das Angebot ist groß, aber der Markt wächst und wird sich weiter ausdifferenzieren, es gibt noch viele Nischen. An Podcasts glaube ich langfristig wirklich sehr etwas vergleichbares sehe ich derzeit nicht.

Philipp Westermeyer CEO OMR

Hamburg News: Deine drei Top-Tipps fürs Digitalmarketing?

Westermeyer: Erstens und ganz Ernst gemeint: Ein so gutes Produkt machen, dass das Marketing schon im Produkt angelegt sein kann. Ganz viel Erfolg liegt in organischem social sharing und in einer direkten Beziehung zu seinen Kunden. Ansonsten warte ich auf das Produkt und den Marketing-Entscheider, der sich traut mal mit signifikantem Budget Podcasts zu belegen. Man kann mit vergleichsweise wenig Geld das ganze Genre dominieren und eine sehr anspruchsvolle Zielgruppe erreichen. Fände ich spannend mit dem passenden Produkt. Und drittens vielleicht einen spannenden Partner für eine Kollaboration suchen bei der man Zielgruppen tauscht.

Hamburg News: Erfolgreiches Digitalmarketing ist ja ein bisschen wie Hirn-Hacking. Du hast den israelischen Historiker und Vordenker Yuval Noah Harari bei dir auf der Bühne. Er betrachtet Technologien ja durchaus sehr differenziert. Als größte Herausforderungen der Menschheit nennt er Atomkriege, Klimawandel und Künstliche Intelligenz. Wie stehst du zu solchen gesellschaftlichen Fragen?

Westermeyer: Ich finde ihn sehr interessant und seine Thesen absolut diskussionswürdig. Ich bin nicht ganz so skeptisch wie er. Von all den Dingen sorge ich mich vor allem um den Klimawandel.

Hamburg News: Auf eurem Event wird in diesem Jahr erstmals der Future Hamburg Award von Hamburg Marketing und der Hamburg Invest verliehen. Mehr als 100 Startups haben sich weltweit für den Preis beworben und zeigen damit großes Interesse am Standort. Auch du bekennst dich mit dem OMR-Festival zu Hamburg. Dafür gibt es sicher viele Gründe. Welcher ist dir dabei am wichtigsten?

Westermeyer: Hamburg ist eine der attraktivsten Metropolen der Welt. Je nach Sichtweise eine Weltstadt und ein Dorf gleichermaßen, das finde ich attraktiv.

Das Gespräch führte Karolin Köcher

Quelle und weitere Informationen
www.omr.com
www.future.hamburg

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