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Tim Ole Jöhnk, Leiter des Office - © WTSH

Nordländer gründen Dependance im Silicon Valley

Unternehmen und Gründer aus Schleswig-Holstein und Hamburg haben in Zukunft eine Anlaufstelle am wichtigen High-Tech-Standort

In San Francisco eröffneten beide Bundesländer gemeinsam mit weiteren Beteiligten am 28. August das „Northern Germany Innovation Office Schleswig-Holstein / Hamburg“. Aus diesem Anlass reiste eine Delegation von rund 60 Wirtschafts- und Wissenschaftsvertretern ins Silicon Valley. Ziel des zunächst auf drei Jahre befristeten Projektes sei es, Unternehmen aus dem Silicon Valley und San Francisco mit Akteuren aus Norddeutschland zu vernetzen. Dazu werden Mitarbeiter in San Francisco eng mit ihren Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein (WTSH) in Kiel und Hamburg Invest kooperieren.

Office hilft bei der Kontaktanbahnung vor Ort

Nach den Worten von Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Frank Horch, sei das Silicon Valley einer der bedeutendsten Standorte der IT- und High-Tech-Industrie weltweit. „Wir pflegen über unsere Unternehmen und unsere HamburgAmbassadorin Petra Vorsteher gewachsene Verbindungen dorthin. Viele Weltkonzerne von der Westküste haben ihre Deutschlandzentrale in Hamburg. Deshalb ist es auch für uns besonders wichtig, mit einem Büro vor Ort zu sein“, so Horch.

Konkret sollen norddeutsche Unternehmen bei der Kontaktanbahnung zu Unternehmen in San Francisco und im Silicon Valley nach geeigneten Gesprächspartnern unterstützt werden. Sie erhalten damit auch die Möglichkeit, auf ihre Firmeninteressen zugeschnittene Aufenthalte im Silicon Valley durchzuführen und so Einblicke in die Arbeitsweise dort ansässiger Firmen und der Wissenschaft zu erhalten. Leiter des Office wird Tim Ole Jöhnk.

IT-Größen wie Facebook und Google bereits in Hamburg

Für viele US-Unternehmen ist Hamburg Standort Nummer eins in Nordeuropa. Die Nähe zu Märkten und Kunden in Deutschland sowie die Anbindung an die wachsenden Regionen in Nord- und Nordosteuropa sind entscheidende Gründe für US-Unternehmen, sich in Hamburg anzusiedeln. US-Unternehmen der Ölindustrie wie Exxon oder der Ernährungswirtschaft wie Kellogg‘s sitzen deshalb häufig mit Deutschland- oder Nordeuropazentralen an der Elbe. Auch amerikanische IT-Unternehmen wie Adobe Systems, dropbox, Facebook, Google, Hootsuite, smaato, snap, Twitch oder Twitter haben einen Standort in der Hansestadt.

„Hamburg ist laut KfW-Gründungsmonitor mit Berlin das Bundesland mit der höchsten Gründungsaktivität. Und San Francisco ist weltweit einer der Hotspots für Startups. Deswegen plant Hamburg schon länger, dort stärker präsent zu sein. Ein Büro gemeinsam mit Schleswig-Holstein bringt den ganzen Norden voran“, so Dr. Rolf Strittmatter Geschäftsführer von Hamburg Invest.
kk

Quellen und weitere Informationen:
www.wtsh.de
www.hamburg-invest.com

Tim Ole Jöhnk

Tim Ole Jöhnk ist in Kiel aufgewachsen und zur Schule gegangen. Seit 2014 lebt Jöhnk in den USA. In Oregon absolvierte er den MBA (Master Of Business Administration). 2016 zog er ins Silicon Valley. „Neugierde, Risikobereitschaft, Größenwahn, Kollaboration und harte Arbeit“, seien für ihn die typischen Kardinaltugenden, mit denen er die Arbeit im Silicon Valley beschreiben würde, so Jöhnk in einem Interview. Künftig wird es seine Aufgabe sein, Firmen aus Schleswig-Holstein und Hamburg mit Unternehmen vor Ort zu vernetzen.

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