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Digitaltrends 2020 © www.mediaserver.hamburg.de/Timo Sommer und Lee Maas

nextMedia.Hamburg: Medien- und Digitaltrends 2020

20 Experten nennen die neusten Technologien, Innovationen und Entwicklungen der Medien- und Digitalbranche

Interaktive Video-Formate, Blockchain und künstliche Intelligenz – die Initiative nextmedia Hamburg hat 20 nationale und internationale Experten zu den Trends der Medien- und Digitalbanche für 2020 befragt. In den Kategorien ‚Future of Storytelling‘, ‚New TV‘, ‚Enabling Technologies‘ und ‚Business Model Innovations‘ geben Experten wie Christopher Roskowetz (Jung von Matt/Tech) oder Christina Elmer (Spiegel) einen Einblick, was uns im kommenden Jahr erwartet. Wie können sich mehrwertige Journalismus-Angebote von der Masse abheben? Welche Trends sind im Bewegtbild-Bereich besonders erfolgsversprechend?

Visueller Journalismus im Vormarsch

Jeremy Caplan, der Director of Education am Tow-Knight Center for Entrepreneurial Journalism an der City University of New York sagt zum Future of Storytelling, dass 2020 ein Umschwung im visuellen Journalismus stattfinden wird und das vor allem in Bezug auf interaktive Video-Formate. „Der Aufstieg von Videosoftware-Diensten wie Eko, Verse, Wirewax und Rapt wird eine wachsende Zahl von Editor*innen dazu befähigen, spannende Geschichten zu kreieren.” Die Nutzer werden demnach zunehmend selbstständig entscheiden können, wie Geschichten entstehen und verlaufen. Die Experten glauben außerdem, dass der Streaming-Bereich noch weiter wachsen wird – und der Konkurrenzkampf durch den Start von Disney+ und Apple TV+ noch härter werden wird.

Überzeugende Angebote schaffen

Aber wie schafft man es, den Rezipienten an sich zu binden? Christina Elmer ist geschäftsführende Redakteurin im Bereich Redaktionelle Entwicklung beim Spiegel: „Für ein stabiles Finanzierungsmodell müssen wir Medien die Beziehung zu unseren Nutzerinnen und Nutzern weiter vertiefen.” Ob sie letztlich Abonnenten oder Mitglieder werden müssen, lasse sich nicht für alle Märkte und Geschäftsmodelle gleichermaßen beantworten. Hier könnten durchaus unterschiedliche Lösungen nebeneinander funktionieren. Dafür müsse man aber vor allem aus Nutzersicht auf die Angebote schauen, damit diese auch langfristig überzeugen können.

Einsatz von Blockchain in der Content-Industrie

Der Geschäftsführer von Jung von Matt /Tech Christopher Roskowetz sagt, dass es spannend bleibt, wie ‚Blockchain in der Content-Industrie‘ eingesetzt wird, da vor allem die digitalen Giganten Facebook und Google daran verlieren könnten. „Mit der Blockchain-Technologie können Publisher beispielsweise transparent und verschlüsselt auf einfache Weise feststellen, ob content-konsumierende User echt sind und ob sie der tatsächlichen Zielgruppe entsprechen.“

KI-fizierung der Welt

Und auch technologisch können wir von 2020 den Experten zufolge viel erwarten. Neben Voice-Anwendungen, die unseren Alltag zunehmend bestimmen und Virtual-Reality (VR) Videospielen, nennt Gründer und CEO von Datenfreunde Marco Maas einen weiteren Trend: „Die ‚KI-ifizierung‘ der Welt beginnt gerade, für 2020 erwarte ich noch keine sichtbaren Massen-Einsätze, es werden viele Dinge eher unterschwellig passieren.“ Er glaubt, dass in Zukunft Algorithmen in sozialen Netzwerken noch stärker genutzt werden, um extreme Meinungsäußerungen zu identifizieren. Auch Kameraanwendungen werden mit Low-Light-Aufnahmen, Personen-Identifikation, Orte-Identifikation und neuen Filtern ausgestattet werden, glaubt Maas.
js/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.nextmedia-hamburg.de

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