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 Lignopure: Stefan Boersting, Daniela Arango, Wienke Reynolds und Joana Gil © Lignopure

LignoPure erobert mit nachhaltigen Alternativen den Markt

Mit Mikroplastik-Ersatz-Produkten hat das Startup den zweiten Platz des Future Hamburg Award gewonnen. Jetzt setzt das Team seinen Erfolgskurs fort

Wie wandelt man ein komplexes Forschungsprojekt in eine rentable Geschäftsidee um? Die Beantwortung dieser Frage war eine der größten Herausforderungen für das junge Startup LignoPure. Das Hamburger Gründerteam entwickelt neue Materialien und Produkte des täglichen Lebens wie zum Beispiel Kosmetikartikel auf Basis von Lignin – nach Cellulose das demnach zweithäufigste pflanzliche Biopolymer der Welt. Für die Investoren-Pitchs musste also erstmal eine eingängige Erklärung des Konzeptes her, damit auch Fachfremde die Geschäftsidee von Lignopure verstehen können. Das junge Startup aus Hamburg bewältigte diese Aufgabe – sogar mehr als das: Das Team gewann in diesem Jahr den zweiten Platz des Future Hamburg Awards und überzeugte jetzt auch bei der Global Blockchain Challenge in Malaga.

Von Sonnenschutzmittel bis zur Gebäudedämmung

Lignin ist demnach eine natürliche und biologisch abbaubare Alternative zu ölbasierten Rohstoffen, aus denen sonst beispielsweise Kunststoff-Mikropartikel hergestellt werden. Lignin als nachhaltiger Mikroplastik-Ersatz? Definitiv eine medienwirksame Story, aber für Lignopure ist dieser Anwendungsbereich nur einer von vielen: Durch die atoxische Eigenschaft des Lignins sei zum Beispiel auch ein Einsatz in der Pharmazie und Kosmetik denkbar.

Kürzlich präsentierte LignoPure die Idee eines Lignin-basierten Sonnenschutzmittels. Das Produkt soll zum Erhalt der Korallenriffe beitragen, gleichzeitig wird ein Teil des Erlöses an Nichtregierungsorganisationen auf der ganzen Welt gespendet, um Korallen und Meeresgräser zu pflanzen. Mit diesem in Malaga vorgestellten Produktprototyp belegte das Team den ersten Platz in der Kategorie Innovation.

Lignin wirkt demnach zudem als Antioxidant und bietet einen Flammschutz, was völlig neue Möglichkeiten, zum Beispiel bei der Gebäudedämmung, eröffnen soll. Außerdem lassen sich Polymer-Compounds für den 3D-Druck und für den Kunststoff-Spritzguss herstellen. Für die Gründer bietet dieses breite Spektrum an Möglichkeiten die Chance, mit unterschiedlichsten Partnern aus verschiedenen Industrien zusammenzuarbeiten, um umweltverträgliche Produkte und Materialien herzustellen.

Startup mit Erfolgspotential

Das überwiegend weibliche Team von Lignopure erzielte den zweiten Platz des Future Hamburg Awards. Zudem belegten sie den 2. Platz beim Biogründer Wettbewerb des Kompetenzzentrums Bio-Security. Zudem sind sie unter den Finalisten des Start Green Award, dem digitalen Informations- und Vernetzungsportal für die grüne Gründerszene. An Hamburg schätzen die Gründer untern anderem die starken Netzwerke, wie das EU-GoldCluster Life Sciences Nord – aber auch die Unterstützung durch das Startup Dock Hamburg, Hamburg Startups oder die TuTech GmbH. Großen Rückhalt habe das Team durch das Institut für Thermische Verfahrenstechnik der TUHH erhalten. Auch 2020 will das Team mit Produkten und Mitarbeitern weiter wachsen.
ns/js/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.lignopure.de
www.future.hamburg
www.blockchainconvergence.com

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