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Isabella Hillmer (Ghost - feel it), Albert Darboven (Stifter Idee-Preis), Laura Bücheler (Ghost - feel it), Katja Werner (Pina-Tec) und Sabrina Hellstern (Hellstern medical) © J.J. Darboven/B. Fabricius

Idee-Förderpreis für clevere Geschäftskonzepte von Gründerinnen

Der Preis des Hamburger Unternehmers Darboven geht an drei Startups. Auch eine Gründerin aus der Hansestadt unter den Finalistinnen

Das Startup „Ghost – feel it“ der beiden Gründerinnen Laura Bücheler und Isabella Hillmer hat den diesjährigen Idee-Förderpreis gewonnen. Damit setzten sich die beiden Unternehmerinnen aus Berlin mit ihrem innovativen Mensch-Maschine-Ansatz gegen vier Mitfinalistinnen durch. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird seit 1997 verliehen. Der Hamburger Unternehmer Albert Darboven will mit dem Preis Frauen fördern, die mit innovativen Ansätzen neue Arbeitsplätze schaffen. Der zweite Preis ging an ein Hamburger Startup.

Zahl der Gründerinnen nimmt wieder ab

Bei einem Senatsempfang im Hamburger Rathaus begrüßte Bürgermeister Peter Tschentscher am Mittwoch (27.11.2019) die Finalistinnen und den Stifter des Preises, Albert Darboven. Darboven betonte, dass sein Motiv, einen Preis nur an Unternehmerinnen zu verleihen, auch noch nach mehr als 20 Jahren nach der ersten Preisverleihung bestehen würde. Weibliche Unternehmerinnen hätten immer noch nicht die gleichen Chancen wie ihre männlichen Kollegen. Besonders dramatisch sei, dass die Zahl der weiblichen Gründerinnen wieder gesunken sei.

Auch eine Hamburgerin unter den Finalistinnen

Die Jury unter der Leitung von Prof. Dr. Rolf Eggert hatte aus 200 Einreichungen die fünf Finalistinnen auserkoren. Die Kriterien dafür sind unter anderem Innovation, Marktpotential, und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Der mit 10.000 Euro dotierte zweite Platz ging an die Hamburgerin Katja Werner. Die Gründerin forscht auf dem Campus des Desy zu proteinbiochemischen Fragestellungen. In ihrem Unternehmen Pina-Tec will sie die Anwenderfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit der Lösungen verbessern. Der dritte Platz ging an Sabrina Hellstern aus Wannweil, die eine orthopädische Hilfe-Apparatur für Chirurgen entwickelt hat.

Interaktiver Autogurt soll Fahrer beruhigen

Das Gewinner-Startup ‚Ghost – feel it’ überzeugte die Jury mit einer Softwareumgebung zur Erstellung haptischer User Interfaces, um den Tastsinn als Mensch-Maschine-Schnittstelle intuitiv zu nutzen. So sollen statt visueller Eindrücke auf einem Display oder Audiosignalen, eine ‚gefühlte’ Verbindung zwischen Mensch und Computer erreicht werden. Als Beispiel benannte das Sieger-Startup die Entwicklung eines Gurtes für Autos. Der Gurt soll die Emotionen des Fahrers über Sensoren erkennen und etwa mit Vibrationen den Fahrer in Stresssituationen beruhigen.
ma/js

Quelle und weitere Informationen:
www.presseportal.de
www.albertundeddadarboven-stiftung.de
www.darboven.com
www.ghost-feel.it
www.pina-tec.de
www.hellstern-med.com