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Infografik der Sprachassistenten-Studie von nextMedia.Hamburg - © nextMedia.Hamburg

Hamburger Studie: Deutsche sind offen für Sprachassistenten

Untersuchung von nextMedia.Hamburg und Statista zeigt jedoch Skepsis in Bezug auf den Datenschutz. Im Juni findet der Voice Assistant Day in Hamburg statt

Sprachassistenten wie Alexa, Cortana und Siri sind kaum noch aus den Köpfen der Deutschen wegzudenken: Neun von zehn Bundesbürger haben schon einmal von den smarten Voice Assistants gehört. Doch der Einzug in die heimischen Wohnzimmer läuft noch verhalten. Lediglich 14 Prozent der Deutschen besitzen bereits einen Smart Speaker. Ein Grund hierfür scheint die Skepsis gegenüber dem Thema Datenschutz zu sein, schließlich zweifeln drei Viertel der Befragten daran, dass ihre persönlichen Daten bei Alexa & Co. sicher sind. Dies belegt eine repräsentative Studie, die von Statista, im Auftrag der Standortinitiative für Medienschaffende, nextMedia.Hamburg, durchgeführt und Anfang Mai veröffentlicht wurde.

Infografik "Datenschutz"

Über die Hälfte der Deutschen steht Künstlicher Intelligenz offen gegenüber

Die Vorbehalte gegenüber dem Thema Datenschutz sind groß – 43 % der Befragten fühlen sich „eher unsicher“ und gar 34 % „sehr unsicher“. Dennoch kann sich ein Großteil der Deutschen vorstellen, mit Künstlicher Intelligenz zu kommunizieren. Ganze 58 % der Befragten steht den Technologien der Sprachassistenten offen gegenüber. Bereits 24 % der Deutschen, die bereits einen smarten Assistant besitzen, empfinden die Kommunikation als normal, ganz ähnlich wie mit einem Menschen. Dahingegen beurteilen 70 % der Nutzer die Kommunikation zwar noch als ungewohnt, sind aber überzeugt davon, dass diese in Zukunft alltäglich wird. Diejenigen, die bereits einen Sprachassistenten besitzen, nutzen ihn vor allem für Service- und Newsangebote, wie Wetter- und Verkehrsmeldungen (70 %).

Potenzial im E-Commerce-Bereich eher gering

Vor allem Smart-Home-Anwendungen und Weiterbildungsangebote bieten ein großes Potenzial: 44 % der Befragten können sich vorstellen, zukünftig Sprachassistenten für Smart-Home-Anwendungen zu nutzen. Knapp die Hälfte der Bundesbürger (49 %) würde den Assistenten gern zum Lernen von Fremdsprachen nutzen. Beim E-Commerce überwiegt jedoch die Skepsis, lediglich 15 % wollen Alexa & Co. für Shopping-Dienstleistungen nutzen. Die Studie von nextMedia.Hamburg belegt, dass Deutsche durchaus Interesse an der Kommunikation mit Künstlicher Intelligenz – in Form von Voice Assistants – haben. Doch nur ein Prozent der Befragten hält es für realistisch, dass sich die smarten Systeme innerhalb des nächstens Jahres in der Gesellschaft durchsetzen werden.

Voice als Plattform beim Voice Assistant Day

Um zukünftig mehr Nutzer für Sprachassistenten zu gewinnen, erscheint es sinnvoll, das Angebot an Diensten zu erweitern und die technischen Möglichkeiten zu optimieren. Auch das Thema Datenschutz sollte verstärkt in den Fokus gerückt werden, um mehr Transparenz und Vertrauen zu schaffen. Eine Möglichkeit hierfür bietet der Voice Assistant Day in Hamburg. Dieser findet am 14. Juni, in Kooperation mit next.Media Hamburg, in der Hamburg Media School statt. Das Tagesseminar richtet sich an Marketer, Designer, Projektmanager und Entwickler, die in die Grundlagen der Konzeption von Sprachassistenten eingeführt werden.
sb/kk

Quelle und weitere Informationen
www.nextmedia-hamburg.de
www.hamburgmediaschool.com
www.de.statista.com

Aus dem Tagebuch einer Alexa-Besitzerin

Am 11. Juli 2018 feiert der Voice Assistant von Amazon seinen einjährigen Geburtstag – im Wohnzimmer der Autorin. Dort kommt Alexa tatsächlich allmorgendlich für die Nachrichten und die Wetteransage zum Einsatz. Wird es einmal langweilig, lassen sich mit dem Sprachassistenten vergnügliche Spiele, wie “Wer bin ich?”, spielen. Dabei schlägt sich die Künstliche Intelligenz ziemlich smart. Bei Musikwünschen entpuppt sich Alexa jedoch manchmal als etwas schwerhörig. Fällt in Filmen jedoch der Name “Alexander” (oder ähnliches), fühlt sie sich direkt angesprochen. Da man also nie so genau weiß, wann sie zuhört und wann eigentlich nicht, wird bei vertraulichen Gesprächen erstmal der Stecker gezogen. Kurzum: Spannende Technik, die aber noch in den Kinderschuhen steckt.

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