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Masterclass Reality Bites © Janine Schröder/Hamburg News

Hamburger Startups lernen von Wladimir Klitschko

Von Konzentration über Koordination bis zur Ausdauer: Ex-Profiboxer zeigte Gründern, wie sie die Herausforderungen des Startup-Alltags meistern können

„F.A.C.E. the Challenge” heißt die Formel, die der ehemalige Profiboxer Wladimir Klitschko entwickelt hat. Mit dieser Methode sei Willenskraft erlernbar, verspricht der 43-Jährige, der als der am längstem amtierende Weltmeister im Boxschwergewicht gilt. Mit dieser Methode sollen auch Gründer, Mitarbeiter und Unternehmer ihre persönlichen Herausforderungen meistern können. Bei der Masterclass ‚Reality Bites: Wie man sich den Herausforderungen des realen Startup-Lebens stellt‘, teilte Klitschko seine Tipps und Tricks mit rund 40 Teilnehmern aus der Gründerszene. Die Session fand im Rahmen des Reeperbahn Startup Pitch (8. November 2019) im Astraturm auf St. Pauli statt, organisiert von Hamburg Startups.

Im Vorfeld hatte die private Initiative, zusammen mit Klitschko Ventures, eine Online-Befragung zu den größten Herausforderungen für Startups durchgeführt. Die Ergebnisse in den vier Problemfeldern – Produktentwicklung, Wachstum und Finanzen, Mitarbeiter sowie Selbstmanagement – versprach die ein oder andere Überraschung.

Instrument zur Bewältigung von Herausforderungen

„Ausdauer schlägt alles”, davon zeigte sich Wladimir Klitschko überzeugt. Und das könne man nachhaltig lernen. „Mir bringt es Spaß, Herausforderungen zu überwinden. Und das wünsche ich mir für euch auch!“, sagte er den Teilnehmern der Masterclass. Die F.A.C.E.-Methode habe Klitschko während seiner aktiven Sportlerkarriere entwickelt. Doch diese Formel sei nicht nur auf den Sport anwendbar, sondern ließe sich auf zahlreiche Herausforderungen übertragen, vor allem in der Gründer-Branche. So sei das wichtigste Kapital der Körper, denn dort entstehen die Ideen. Demnach funktioniere der Vier-Schritte-Prozess (F.A.C.E.) nur über die Dualität von Körper und Geist. Der erste Schritt steht für Focus: Es ist wichtig, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, um seine Flexibilität (Agility) zu trainieren, denn Rahmenbedingungen können sich vor allem im Startup-Business schnell ändern. Der nächste Schritt steht im Zeichen der Coordination, hier geht es um die Koordinierung der entscheidenden Faktoren, denn Erfolg entstehe nicht durch Glück, sondern durch genaue Planung. Der vierte und letzte Schritt steht für Endurance, d. h. Ausdauer: Ohne Beharrlichkeit kein Erfolg.

Was sind die größten Herausforderungen für Gründer?

Doch was sind eigentlich die größten Probleme von jungen Unternehmern? Die Umfrageergebnisse der nicht repräsentativen Befragung von Hamburg Startups und Klitschko Ventures zeigen vier große Problemfelder: In der Kategorie ‚Produktentwicklung‘ haben fast ein Drittel der Befragten Angst vor dem Ideenklau und halten sich nicht an ihre eigene Roadmap. Im Themenfeld ‚Wachstum und Finanzen‘ gaben 42 % an, dass ihnen das Geld für Marketing fehlt. Mehr als ein Drittel der Befragten können sich kein ausreichendes Gehalt auszahlen. In der Kategorie ‚Mitarbeiter‘ ist das größte Problem für Gründer, dass sie keinen geeigneten Mitgründer oder generell passende Mitarbeiter finden. Der wohl überraschendste Aspekt der Umfrage liegt im Themenbereich ‚Selbstmanagement‘: Demnach haben 41 % der Befragten nicht genügend Zeit für Sport. Während der Masterclass hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, diese Herausforderungen anzugehen. Mit einer Mischung aus einem Workout und einem Worksheet konnten die Anwesenden die F.A.C.E.-Methode vor Ort selbst testen.
js/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg-startups.net
www.klitschko.com
www.reeperbahn-pitch.com

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