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Beesharing-Gründer Otmar Trenk, Nils Gerber und Wolfgang Reuter - © BEEsharing

Hamburger Startups: Geschäfte mit Sinn

Geschäfte mit Bienen oder wasserschonend hergestellte Produkte: In Hamburg gibt es viele Startups, die auf das Thema Nachhaltigkeit setzen

Nachhaltigkeit ist ein großes und übergreifendes Thema, vielfältig umsetz- und anwendbar in vielen Bereichen und Branchen. Umso erfreulicher ist es, dass viele Hamburger Startups ihre Produkte und Dienstleistungen möglichst nachhaltig erzeugen und anbieten wollen. Hamburg News stellt einige von ihnen vor.

Startup Energie-Bo fokussiert nachhaltigen Energieverbrauch

Die Energiebranche für den Endkunden leichter, fairer, günstiger und nachhaltiger gestalten – das will das junge Unternehmen Energie-Bo mit seinem Service Wechsel-Bo erreichen. Der unabhängige Service für Strom und Gas, der jährlich an den Wechsel erinnert und unseriöse Anbieter aussortiert, ist das erste Produkt des Hamburger Startups. Darüber hinaus will Energie-Bo Endkonsumenten für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisieren und für den Umstieg auf Ökostrom motivieren. Hierfür bietet das Startup zudem ein Vergleichsportal für Elektrogeräte sowie einen Shop für energieeffiziente Produkte.

Geschäfte mit Bienen: das Hamburger Startup BEEsharing

Bienen erhöhen mit ihrer Bestäubungsleistung die Ernte von Obst- und Gemüsebauern, sie sorgen für mehr Ertrag und eine bessere Qualität. Auch das Imkern in der Stadt – Urban Imkering – liegt im Trend und ist inzwischen fast zu einer Massenbewegung geworden. Genau das nutzen die Gründer des Hamburger Startups BEEsharing. Mit ihrer Online-Plattform bringen sie Imker und Landwirte zusammen. Imker bieten ihre Bienenvölker zur Bestäubung an, Landwirte und Gärtner kaufen umgekehrt diese Leistung für ihre Pflanzen ein. Vermittlung und Logistik übernimmt BEEsharing. Die Geschäfte der Imkerei in Hamburg laufen, mittlerweile gibt es laut Aussage des Startups mehr als 1.000 Imkerinnen und Imker.

Bessere Luftqualität mit Breeze

Das Hamburger Startup Breeze entwickelt die Zukunft der Umweltsensorik und -analysesoftware. Die Miniatur-Luftqualitätssensoren messen alle wichtigen Schadstoffe, z. B. Ruß, Stickoxide, Ozon, Feinstaub und viele mehr. Der besondere Clou des „Breeze“-Messsystems ist seine Cloud-Verknüpfung mit einem Katalog, der rund 3.500 Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität beinhaltet – darunter beispielsweise der Einsatz von Algenwänden, ein luftqualitätsabhängiges Verkehrsmanagement oder schadstofffilternde Wandfarben. Nach erfolgreichen Indoor-Pilotphasen ist das große Ziel der Gründer nun, ihre Technologie in Städten zu verbreiten, um dort das Schadstoff-Management zu optimieren.

Digitale Spedition aus Hamburg

Das Hamburger Startup Cargonexx konnte zuletzt im Rahmen des Reeperbahn Festivals den Startups@Reeperbahn Pitch für sich entscheiden. Rolf-Dieter Lafrenz erklärte im Pitch seine Vision: Er und sein Team wollen mit Cargonexx 100.000 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. Hierfür will die digitale Spedition mithilfe von intelligenten Algorithmen Lkw-Leerfahrten reduzieren. So beendete er seinen Pitch mit den Worten: „Wenn Sie freie Straßen und gute Luft mögen, sollten Sie für uns stimmen!“ Auch in der anschließenden, ebenfalls Fragerunde der achtköpfigen Jury schlug sich der Hamburger äußerst souverän. Das Gewinner-Startup Cargonexx darf sich über ein Media-Budget der WELT in der Höhe von 150.000 Euro sowie über eine Reise zum weltweit führenden Digital- und Kreativfestival South by Southwest (SXSW) in Texas freuen. Das bereits vielfach prämierte Startup aus der Elbmetropole ist erst vor Kurzem mit dem Hamburger Gründerpreis 2018 ausgezeichnet worden.

Hydrophil: aus Liebe zum Wasser

Die Produkte des Hamburger Startups Hydrophil sind vegan, fair und “wasserschonend” hergestellt. Das Wort “hydrophil” setzt sich aus den griechischen Wörtern hydor (Wasser) und philos (liebend) zusammen. So ist es alles andere als ein Zufall, dass Christoph Laudon, Wanja Johannes Weskott und Sebastian Bensmann ihrem neugegründeten Startup im Jahre 2013 genau diesen Namen gaben. Die drei Hamburger haben sich durch ihr Engagement bei Viva con Agua, einem gemeinnützigen Verein, der sich weltweit für einen uneingeschränkten Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzt, kennengelernt. Mittlerweile hat sich Hydrophil auf Hygiene- und Körperpflegeprodukte spezialisiert.

Social Impact Lab Hamburg

Darüber hinaus gibt es in Hamburg die Möglichkeit, sich über soziale Unternehmen zu informieren: Das Social Impact Lab Hamburg bietet zahlreiche Informationen und Support für soziale Projekte. 2013 eröffnete das Lab seine Pforten und fördert seitdem auf etwa 160 Quadratmetern hanseatische Sozialunternehmer. Für die Stipendiaten verschiedener Förderprogramme gibt es außerdem Coachings und Beratung sowie weitere Unterstützung bei der Gründung eines Sozialunternehmens. Zudem werden Veranstaltungen für Interessierte rund um (Social) Entrepreneurship angeboten.
js/sb

Quellen und weitere Informationen
www.energie-bo.de
www.beesharing.eu
www.breeze-technologies.de
www.cargonexx.de
www.hydrophil.com
www.hamburg.socialimpactlab.eu

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