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© Sarah B./Hamburg News

Gründerflirt in der Handelskammer mit VOX-„Löwe“ Ralf Dümmel

Neues Format bringt Startups mit Investoren zusammen. Zum Auftakt sprach „Höhle der Löwen“-Investor Ralf Dümmel über die wichtigsten Grundregeln für Gründer

Die Hamburger Startup-Szene ist um ein Pitch-Event reicher: Am Montagabend (18. Juni 2018) feierte der Gründerflirt Premiere. Die Stuhlreihen im größten Konferenzraum der Handelskammer waren beinahe vollständig besetzt, als Doreen Hotze, stellvertretende Geschäftsführerin der Handelskammer Hamburg und Leiterin des dort ansässigen Gründungszentrums, den Abend eröffnete. Als sie dem Publikum, den Startups und den Investoren kurzerhand das „Gründer-Du“ anbot, war das Eis gebrochen.

Gründer-Regeln: Leidenschaft, Mut, Disziplin, Know-how und Respekt

Ehrengast des Abends war Ralf Dümmel, der ein feines Gespür für innovative Geschäftsideen entwickelt hat und seit 2016 in der TV-Serie „Die Höhle des Löwen“ (DHDL) als Juror dabei ist. Zudem ist er geschäftsführender Gesellschafter der DS Produkte GmbH mit Sitz in Stapelfeld bei Hamburg. Seinen launigen Vortrag eröffnete er mit den Worten „Ich habe ein Herz für Gründer. Deshalb investiere ich vor allem in Menschen und nicht in Zahlen.“ Diesen gab er gleich fünf Grundregeln mit auf den Weg, um erfolgreich ein Unternehmen zu gründen – und zu entwickeln: Leidenschaft, Mut, Disziplin, Know-how und Respekt. „Wenn ihr für etwas wirklich brennt, gebt nicht auf. Traut euch!“, appellierte Dümmel an die zahlreichen Gründer. Dabei gab er eines zu bedenken: „Verliert nie den Respekt! Das größte Kapital, dass jeder Gründer hat, sind motivierte Mitarbeiter. Nehmt sie mit auf die Reise.“

"Löwe" Ralf Dümmel

3-minütiger Pitch-Flirt mit den Investoren

Der zweite Teil des Abends stand unter dem Motto 3 × 3 × 3 – drei Minuten Speed-Pitch, drei Minuten Fragen von den Investoren sowie drei Minuten Fragen aus dem Publikum. In der Investor-Lounge nahe der Bühne ließen sich zudem Christian Weber, Geschäftsführer des Hamburger Bauunternehmens HC Hagemann und Anan Pinitvetchagan, Chef des Risikokapitalgebers 20 Scoops, nieder. Für den Speed-Pitch hatten sich im Vorfeld insgesamt 50 junge Hamburger Unternehmen beworben, acht schafften es schließlich auf die Bühne und „flirteten“ um die Gunst der Investoren.

Vier Startups dürfen zum Gründerdate

Die Geschäftsideen der Gründer reichten von natürlichem Hundefutter (Tales & Tails) über AI-basierte Software für professionelle Bildbearbeitung (Axx Organic) bis zu organischen Tampons (Mylily). Vier Startups konnten die Investoren überzeugen. Weber entschied sich für Reos, eine Art „digitale Hausverwaltung“ und Luxs, einer B2B-Plattform für den Einstieg von internationalen Herstellern in den chinesischen Markt. Pinitvetchagans Wahl fiel auf Ovy, eine App, die den weiblichen Zyklus mittels Temperaturmessung ermittelt. Dahingegen wählte Dümmel das Startup Lipstock, welches mit einem Regal für Schminkprodukte durchstarten will. Diese Entscheidung der Juroren ist zwar kein Garant für eine Investition, aber ein erster Schritt. Bei einem Gründerdate haben die jungen Unternehmer die Möglichkeit, ihr Vorhaben umfassend darzustellen.

Das gemeinsame Format der privaten Initiative Hamburg Startups und der Handelskammer Hamburg wird voraussichtlich im Herbst 2018 in die zweite Runde gehen. Ebenso wie die nächste DHDL-Staffel, an der bereits zahlreiche junge Hamburger Gründer beteiligt waren.
sb/kk

Quelle und weitere Informationen
www.dspro.de
www.vox.de

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